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Altäbtissin Freda von der Lancken verstarb am 30.Oktober 2008. Die gebürtige Mecklenburgerin Freda von der Lancken lebte vor ihrem Antritt als Äbtissin des Klosters Marienwerder als Konventualin im Kloster Lüne. Zu diesem Zeitpunkt übte sie ihren Beruf als Gärtnermeisterin im Gartenbauamt in Hamburg aus. Der damalige Präsident der Klosterkammer in Hannover, Professor Dr. Axel Freiherr von Campenhausen, hatte sie als Äbtissin geworben. Frau von der Lancken stellte zwei Bedingungen: erstens, dass eine bevorstehende Hüftoperation gelingt, und zweitens, dass der desolate Ostflügel des Klosters renoviert wird. Als die Operation gelang und die Renovierung in Angriff genommen wurde, gab sie ihre Zustimmung und trat am 1.7.1982 ihren Dienst im Kloster Marienwerder an. 1989 in Tansania |
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Das bedeutendste Tätigkeitsfeld des Klosters ist das Alterspflegeheim der Calenberger Klöster e.V. Die Konventualinnen bringen ihre Kräfte im Rahmen ihrer Fähigkeiten dort ein. Als Gärtnermeisterin interessierte sich Frau von der Lancken natürlich besonders für das Klostergelände mit den Gärten. Sie sorgte sofort dafür, dass „die Bäume nicht in den Himmel wachsen" und damit mehr Licht ins Kloster eindringen konnte. Frau von der Lancken war nicht musisch veranlagt, aber sie ging mit Freuden in den Kirchenchor der Gemeinde – auch aus dem Bedürfnis heraus, Kontakt zu den Menschen im Stadtteil aufzunehmen und sie kennenzulernen. 1987 und 1989 begleitete sie die Delegation der Gemeinde zum Partnerschaftsbesuch nach Tansania. Der Antrieb zur ersten Reise war die Neugier, die dortige Vegetation kennenzulernen. Aber als sie zurückkam, lagen ihr in erster Linie die Menschen am Herzen. Von da ab galt ihre ganze Liebe der Partnerschaft. Zum Kloster gehört ein Paramentenverein (der zur Zeit ruht). Als Schwester Hilde Winter aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr sticken konnte, stieg Frau von der Lancken ein (1993). Sie beschäftigte sich intensiv mit den Inhalten, den Texten und den Farben. im Klosterinnenhof |
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Diese Beschäftigung, sagte sie, habe sie glaubensmäßig weitergebracht. Bis zum vorletzten Jahr (2007) hat sie Paramente gestickt. Das letzte Parament konnte sie nicht aus eigener Kraft vollenden. Herr Breig hat es zu Ende gestickt. Noch zu erwähnen wäre,dass sie große Freude an der plattdeutschen Sprache hatte. Für sie ist diese Sprache die Wurzel der deutschen Sprache. Im Laufe ihrer Amtszeit als Äbtissin stand eine zweite Hüftoperation an. Danach beschloss sie, ihr Amt aufzugeben, blieb aber als Altäbtissin im Kloster wohnen. Am 1. September 1990 übernahm Frau Christel Lehmann die Aufgabe als Äbtissin. Eins zog sich durch das ganze Leben von Frau von der Lancken: sie wollte im christlichen Sinne wirken, menschlich und freundlich in einer Gemeinschaft Verantwortung tragen. Ilona Klautke
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vor der Klosterkirche 2002 mit Gästen aus Tansania (hintere Reihe 2.v.l.) |
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