Neu - Wochenschlussandachten ab 02.05.2009

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Wochenschluss und Sonntagsbegrüßung

Auf der Schwelle zwischen Alltag und Sonntag hat eine kleine gottesdienstliche Feier ihren Platz. Je nach Blickrichtung wird sie als "Andacht zum Wochenschluss" bzw. als "Sonntagsbegrüßung" gefeiert. Sie beginnt mit einem Rückblick auf die vergangene Woche und lädt ein, abzulegen und hinter sich zu lassen, was geschehen ist. Je nachdem kann der Ton des Dankes überwiegen oder auch mal die Klage. Auch die Bitte um Vergebung kann sich am Ende einer Woche aufdrängen. In alter lutherischer Tradition wurde in der Samstagabend Vesper die Beichte gefeiert als Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls tags darauf. Aus der jüdischen Tradition stammt die Lichtfeier, lateinisch das "Luzernar", das im Mittelpunkt der Sonntagsbegrüßung steht. Die jüdische Hausfrau entzündet vor dem Eintritt des Sabbats, nachdem alle Vorbereitung für den Festtag abgeschlossen sind, zwei - oder je nach Anzahl der Familienmitglieder mehrere - Kerzen und spricht darüber einen Lobpreis. Dieser Lichtritus wurde in der evangelischen Kirche in einigen Kommunitäten wieder belebt und seit einiger Zeit auch in verschiedenen Kirchengemeinden. Der Sonntag wird als Tag der Auferstehung Christi begrüßt. Die Lichtfeier erinnert an die Osternachtsfeier. Jeder Sonntag ist ein Fest des Lebens. In alter irischer Tradition wird der Sonntag wie eine Person angesprochen und begrüßt: "Tausend Vollkommen dir, gesegneter Sonntag, der nach der Woche zu uns kommt..." Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche wird eine Handreichung zur Feier der Sonntagsbegrüßung herausgeben, mit der die Sonntagskultur belebt werden soll.

Oberkirchenrätin Christine Jahn (Referentin für Gottesdienst, Rel. Gemeinschaften, Kirchenleitung und Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD))

WOCHENSCHLUSSANDACHTEN IN DER KLOSTERKIRCHE

Ab Mai - genauer: 2. Mai - finden sonnabends um 18 Uhr wieder Wochenschlussandachten in der Klosterkirche statt. Wir laden Sie dazu ganz herzlich ein, die „Wochenwechselandacht“ mitzufeiern. Vielleicht erinnern sich manche daran, dass es sie vor langer Zeit schon einmal gab. Nun möchten wir in einer neuen Form diese klösterliche Tradition wieder aufnehmen. Ein Team von 12 Personen hat sich bereitgefunden, am Sonnabend, zum Wochenwechsel, regelmäßig einen Raum des Schweigens, Singens, Betens zu eröffnen. Rückblick auf die vergehende Woche, Innehalten, Vorblick auf die kommende Woche - das ist der Dreischritt dieser Andachten. Sie beginnen mit dem Abendläuten und enden gegen 18.30, lassen also den Abend zur persönlichen Gestaltung frei.

P. Gerd Brockhaus

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