Die ev.-luth. Kirchengemeinde Marienwerder / Gruppen - "Das Boten-Team"

Nach oben

Mitglieder des Boten-Lege-Teams sind zur Zeit: (von links nach rechts): Frau Rautmann, Frau Laske, Frau Oehmen, Frau Wagner, Herr Kliche, Frau Harig,  Frau von Bandemer (es fehlen auf dem Bild: Frau Behrens, Ehepaar Bock, Ehepaar Drong, Frau Duventäster, Frau Fromark, Frau von der Goltz, Frau Luther, Frau Schlichte, Frau Schön, Frau Vietinghoff

"Wie ein Bote entsteht"

(Artikel anlässlich der 500. Ausgabe des Gemeindebriefes (Marienwerder Bote)  

Ob Sie sich schon einmal gefragt haben wenn Sie einen Marienwerder Boten in den Händen halten, was er bis dahin durchgemacht hat? Nein? Dann werden Sie erstaunt sein, was alles nötig ist, damit Sie ein normalerweise 16 bis 20 Seiten umfassendes Blättchen in den Händen halten können.

Am Anfang steht die Redaktionssitzung. Etwa einen Monat vor dem Erscheinen des Boten trifft sich die Redaktion. Herr Brockhaus hat dann schon ein Grobgerüst im Kopf oder auf dem Papier, teils die festen, immer wiederkehrenden Themen und zum Teil die Themen, die in den letzten Wochen bei ihm eingelaufen sind. Dann dauert es eine gute Stunde, bis alle Themen durchgesprochen sind. Es ist festzulegen wer welche Beiträge zu liefern hat, was von wem zu tun ist bis alle Seiten gefüllt sind. Eine schwierige Frage: Was kommt auf die Titelseite? Passt es zu den einführenden Worten, zum Kirchenjahr, zu wichtigen Ereignissen? Immer seltener wird dabei auf Fertiges zurückgegriffen, meistens ist der Titel jetzt eine "Eigenproduktion". Ein altes Ärgernis konnte zu Beginn dieses Jahres beseitigt werden – mit der Anschaffung eines modernen Digitalkopierers können Fotos in wesentlich  besserer Qualität kopiert werden. Natürlich weiterhin in schwarz-weiß, Farbkopien würden jeden Kostenrahmen sprengen.

Ein Problem hatten wir in letzter Zeit nie: Wie füllen wir den Boten? Eher ein anderes: Wie bekommen wir alles unter, um nicht über 20 Seiten hinauszugehen.

Alle eingehenden Beiträge - das sind heute meistens Dateien per e-mail verschickt oder auf Diskette übergeben - werden von Herrn Brockhaus gesammelt und in eine Gesamtdatei integriert. Alle nicht digital vorliegenden Texte und Bilder werden als Druckvorlage gesammelt. Dieser Prozess sollte in der Regel nicht länger als zwei Wochen dauern.

Dann wird es allerhöchste Zeit, das Material an Astrid und Christoph Breig zu übergeben. Hier werden die Daten geprüft und Bilder, die noch nicht digital vorliegen, gescannt. Danach werden die gelieferten Texte und die bearbeiteten Bilder in ein Layoutprogramm importiert und in die gewohnte Form gebracht.

Eventuelle Ungereimtheiten werden telefonisch oder per e-mail abgeklärt (z.B. fehlende Termine oder Namen).

Nach dem gestalten der Seiten wird ein Exemplar des Boten ausgedruckt, oder wenn´s mal wieder ganz schnell gehen muss, eine pdf-Datei erstellt und an  Herrn Brockhaus zum Korrekturlesen weitergeleitet. Die noch bleibenden Korrekturen werden so schnell wie möglich ausgeführt und eine Kopiervorlage erstellt, die dann im Briefkasten von Pfarramt oder Gemeindebüro landet.

Nun tritt Herr Konopka in Aktion. Mag es bis hierhin auch einige Verzögerungen gegeben haben, der Termin der Verteilung steht fest. Das Kopieren kostet einen guten Tag Zeit, beträgt die Auflage unseres Gemeindebriefs doch immerhin 1.300 Exemplare bei in letzter Zeit meistens 20 Seiten Umfang. 1.300 Exemplare – das sind 5 doppelseitig bedruckte A4-Seiten und somit pro Ausgabe 13.000 A4-Kopien oder 6.500 Blatt Papier oder ein ca. 1 Meter hoher Papierstapel. Dies alles muss von Herrn Konopka aus dem Keller geholt, in den Kopierer eingelegt, aus dem Kopierer herausgenommen und gestapelt werden. Der Kopierer muss beaufsichtigt werden, Papier muss nachgelegt werden und, und...

Nun kommt die kommunikativste Phase der Herstellung. Das so genannte "Legen" des Boten. Das heißt alle Blätter sind zu sortieren und zu falten, damit ein richtiger Bote entsteht. Ab und zu gibt es noch die Spezialität von Einlagen, wie z.B. Prospekten.

Hierzu trifft sich alle zwei Monate eine muntere fast nur Damen-Runde. Seit langer Zeit wird das Boten-Legen von Frau Ilse Schlichte organisiert. Jede (r) wird angerufen und an den Termin erinnert. Das Boten-Legen ist mehr als Arbeit, es ist ein gern willkommener Anlass zum Treffpunkt von Gemeinde, es gibt viel zu erzählen und zu berichten.

Viele Namen wären aufzuzählen, die in der Vergangenheit diese Arbeit in großer Treue getan haben, oft über viele Jahre hinweg. Stellvertretend sind oben  nur die aktuellen Leger und Legerinnen genannt.

Nun sind die Boten entsprechend dem Verteilplan abzuzählen.

Alle zwei Monate tritt die "Marienwerder Post" in Aktion. Der Bote muss verteilt werden und landet in jedem Briefkasten des Stadtteils. Meistens verteilen die Postboten in der Nähe ihrer Wohnung oder ihres Hauses. Und in der großen Pranke wird schon darauf geachtet, ob die Wohnung auch gerade belegt ist, damit kein Bote im Werbemüll landet, wie ein Verteiler berichtet. Auch hier sei das aktuelle Verteilteam genannt: Frau Assmus, Frau von der Goltz, Ehepaar Grasmück, Frau Heuer, Frau Kapport, Herr Kliche, Frau Niebuhr, Frau Rehfeldt, Frau Schlichte, Frau Schulz, Frau Thielemann, Frau Vietinghoff, Herr Znottka.

Viel Aufwand für dieses kleine Heft und viele Helfer sind gewiss – es lohnt sich. Nicht in Form einer Entlohnung, alle Mitarbeit am Boten ist ehrenamtlich. Der Lohn ist die Freude darüber, anderen eine gute Botschaft gebracht zu haben, einen interessanten Bericht, wichtige Informationen und ein Stück Marienwerder.

Und in einem Monat ist wieder Redaktionssitzung...

zum Seitenanfang            zur Startseite