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Das Äußere der kleinen Kirche wird seit der Restaurierung des vorigen Jahrhunderts wieder als romanische Basilika deutlich, wenn auch das nördliche Seitenschiff fehlt. Unter dem neuen Putz zeichnen sich die vier zugesetzten Arkaden zum Mittelschiff ab. Der neue Sockel von 1858/61 in diesem Bereich ist dem alten, überarbeiteten an der Ostseite der Kirche nachgebildet.
Auf dem Dach, das nach dem Klosterbrand von 1688 wieder aufgesetzt sein dürfte, erhebt sich im Westen ein kleiner neugotischer Turm von 1861, der aus einem vierseitigen Unterbau als Achteck aufsteigt und von einer ebenfalls achteckigen Pyramide gekrönt wird.
Das
Innere der ehemals 3-schiffigen Basilika mit Querhaus, Chorjoch,
Hauptapsis und 2 Nebenapsiden ist dem Die zwei überwölbten, in der Südwand unter der heutigen Damenempore ausgesparten Spitzbogennischen ruhen in der Mitte auf einer gemeinsamen Konsole (durch eine Trennwand weitgehend verdeckt). Auch der Gurtbogen zwischen beiden Langhausgewölben steigt von ähnlichen bei der Restaurierung 1858/61 ergänzten Konsolen auf. Anstelle von Eckvorlagen stehen an den westlichen Vierungspfeilern zum Langhaus hin eingebundene Dreiviertelsäulen mit stark erneuertem Blattkapitell auf eigener Basis über dem Pfeilersockel. Beide Ecksäulen dürften unabhängig von der Nonnenempore eine Weiterentwicklung der Stützengliederung sein. Am Bogen der Hauptapsis finden sich unterhalb der Kämpferplatten zwei Kantensäulen mit Würfelkapitellen und Eckblattbasen. Während sich die Kämpferplatten im Chor, an den östlichen Vierungspfeilern und an den östlichen Eckvorlagen des Querhauses aus Kehle, abgesetztem Wulst und einer Deckplatte zusammensetzten, bestehen sie weiter westlich nur aus Schräge und Platte. Die Sockelprofile der Pfeiler sind ebenso schlicht mit einer Schräge ausgebildet. Die Kreuzgrate ruhen im Langhaus auf Konsolen mit Ausnahme an den Vierungspfeilern und an der Nord-West-Ecke, wo ein übereck gestellter Bogen eine schmale Mauerfläche unterfängt und den Grat spitz auslaufen lässt. Hier führte ehemals eine Wendeltreppe zum Boden. Die Restaurierung des 19. Jahrhunderts hat auch im Inneren trotz des glattgeriebenen Verputzes und fehlen der bzw. nicht einbezogener Seitenschiffe den romanischen Charakter deutlich werden lassen.
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Eine Glocke hatte nach dem Brande vom Winter 1687/88 der Herzog und spätere Kurfürst von Hannover gestiftet: "Von Gottes Gnaden Ernest Augustus Bischof zu Osnabrück, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, Anno 1688, Nicolaus Greve hat mich gegossen in Hannover" heisst die Glockeninschrift. Die kleinere Glocke stammt aus der Werkstatt der Gebrüder Radler in Hildesheim 1924. Kirche
und Chorgang weisen bemerkenswerte Grabsteine auf, die 1977/78 bis auf
das schon erwähnte Epitaph von draußen ins Innere versetzt
wurden: Von der ehemals sicher reichen Ausstattung ist dem Kloster wenig verblieben.
Neben Neuerem wird aufbewahrt: Der Altar auf der Damenempore enthält in seinem Aufbau des 19. Jahrhunderts neben Christus in der Mitte die 12 Apostel, zu Dreiergruppen zusammengefasst. Von ihnen entstammen 6 einem mittelalterlichen Altar, der an gleicher Stelle vorher gelegenen Klostermägdeempore. |
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Konventgebäude:
Nach einer Feuerbrunst 1335, die wohl vor allem Wirtschafts- und
Konventgebäude betroffen hatte, konnten der Mindener Bischof Ludwig,
der auch durch einen Ablass für die Finanzierung des Aufbaus gesorgt
hatte, bereits 1338 eine Wiedereinweihung vornehmen. Nur ein
tonnengewölbter Kellerraum, der merklich aus der Querachse des über
ihn später hinweggebauten Südflügels gedreht ist, hat sich von den
mittelalterlichen Konventgebäuden erhalten, zugänglich von einem
ebenfalls tonnengewölbten Keller. Dieser gehört zum Neubau zweier
Klosterflügel nach dem Brand von 1668, dem wohl auch das Beide relativ schmalen Trakte, von denen wenigstens der westliche bis 1860 2-geschossig blieb, setzen das mittelalterliche Grundschema mit Gängen zum Innenhof fort. In diesem Gangsystem wurde die mittelalterliche Kirche als nördlicher Hofabschluss durch Herabziehen des Kirchendaches über das Seitenschiff hinweg einbezogen. Die Außen- wand dieses Chorgangabschnittes vor dem südlichen Querhausarm stammt wie der Seitenschiffaufbau aus der Zeit um 1600. Die Bedeutung dieses ehem. Raumes, der zur Kirche gehört haben muss, ist ungeklärt. Hier, wie in den späteren massiven und verputzten Wänden der Konventflügel sind Rechteckfenster mit Sandsteingewände. |
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Um Wohnungen für heutige Ansprüche zu gewinnen, ist dieser Flügel 1976/78 völlig umgebaut worden. Eine der neu angelegten Treppen führt zum vergrößerten Konvent- und Festsaal über der Eingangshalle.
nen Herrenhaus Dieckhorst entsprechen dem der Treppe im Mitteltrakt. Der Konventsaal erhielt eine barocke Stuckdecke ebenfalls aus Dieckhorst mit einem Gemälde im Zentrum. Dargestellt sind die Mondgöttin Selene, Geliebte des Zeus, und der schöne Hirte Endymion, ihr Geliebter, der nach der griechischen Mythologie von Zeus in ewigen Schlaf versetzt wurde. So bleibt trotz Umbau der barocke Charakter der Konventflügel bewahrt. Sie bilden von der Leine her gesehen, mit der alten Kirche eine wohlproportionierte Gebäudegruppe, deren herber Reiz Natur und Farben eines sonnigen Frühlingstages besonders unterstreichen. |
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(Quelle: Kloster und Klosterkirche Hannover-Marienwerder, Schnell Kunstführer 1181, erste Auflage 1979, Verlag Schnell & Steiner München/Zürich) |