Die Partnerschaft    Geschichte

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1971

Anfänge mit der Kirchengemeinde Moshi. Dort arbeitet P. Dr. Christoph Maczewski mit dem mittlerweile verstorbenen afrika- nischen Pastor Anaeli Macha. In Marienwerder beginnt P. Dr. Wolfgang Günther, der Dr. Maczewski kennt und versucht, den Partnerschaftsgedanken in der Gemeinde heimisch zu machen.

 

Die Ziele der Partnerschaft beschreibt Dr. Günther folgendermaßen:

 

1. Ein Stück weltweiter Kirche soll lokal erfahrbar werden.

2. Missionarische Impulse sind hier nötig.

3. Hilfe zu konkretem Beten und Handeln. Die Tansanianer sollen wissen: Eine deutsche Gemeinde steht hinter uns, steht zu uns.

4. Bewusstseinsbildung hier über die erheblichen Schwierigkeiten beim Aufbau schwächer entwickelter Länder.

 

Erstes gemeinsames Projekt: das Pfarrhaus in Moshi. Ängstliche Verantwortungsträger in Marienwerder sehen sich beschämt und überrascht, weil die benötigten DM 8000.- in kürzester Zeit zusammengelegt werden. - Laut einem Schreiben der Erlanger Mission betrachtet Bischof Moshi die Partnerschaft als einen Austausch zwischen befreundeten Gemeinden.

 

Dr. Maczewski schreibt am 6.5., ein neues Ujamaa-Dorf, Mtakuja, sei gegründet worden. Die Leute seien völlig entwurzelt und orientierungslos. Eine große Sonderkollekte soll den Menschen zu einem ersten Anfang verhelfen. Sie wird nach einem großen Festgottesdienst verteilt. (Hintergrundinformation: Nach dem Bau des Stausees Nyumba ya Mungu (60er Jahre?) wurden die Bewohner des alten Samanga (die Waarushachini) u.a. nach Mtakuja (übersetzt: Ihr werdet kommen!) umgesiedelt).

 

Seit Herbst 1971 ständige gegenseitige Fürbitte der Partner füreinander im Gottesdienst.

 

1972

Entstehung der Gemeinde "Moshi-Land" = Arushachini, Dr. Maczewski geht "aufs Land" - nach Süden - und arbeitet dort zusam- men mit dem afrikanischen Pastor Aminieli Mghase. Marienwerder geht (1973?) eine dauernde Partnerschaft mit Arushachini ein und trägt ein Evangelistengehalt. Dadurch kann in Msituwatembo ein Evangelist eingestellt werden. Außerdem arbeiten in der Region noch drei weitere Evangelisten.

 

1973

Erste Begegnung: Marienwerderer in Moshi: P. Dr. Günther und Frau Inge; Dr. Günter Assmus; Frau Editha Straßburg; Herr Heinz Speit, Herr Dieter Luther, Frau Sigrid Stegemeier und Herr Hans-Joachim Stegemeier. Sie unternehmen mit tansanianischen Christen eine gemeinsame "Evangelisationsreise" in den Süden, in die Dörfer am See. Diese Gruppe wohnte noch im YMCA-Hostel in Moshi und begleitete P. Dr. Maczewski auf seiner Abschiedstour durch die Dörfer vor seiner Rückkehr nach Deutschland.

 

1974

Die Kirche von TPC wird am 7.4. durch den mittlerweile verstorbenen Bischof Stefano Moshi eingeweiht. Im gleichen Gottesdienst werden Philipo Mphuru und Simon Peter Munambala zu Evangelisten ordiniert. In Mikocheni wird eine Kirche gebaut, in Kikavu und Rau River sollen Kirchen entstehen.

 

1975

Zweite Begegnung: Marienwerderer in Tansania: Frau Waltraud Liekefett, Herr Dieter Luther, Herr Hans-Joachim Stegemeier, Herr Heinz Speit, Herr Jürgen Schneider, Pastor Dr. Maczewski. Quartier noch einmal das CVJM-Hostel Moshi. Gespräche über Gegenbesuche aus Tansania: die Delegierten sollten fähig sein, die gesamte Gemeinde zu vertreten; sie müssen in Gemeinde und Partnerschaft verwurzelt sein. Marienwerder finanziert zwei Evangelisten und vier Schüler. In der Gemeinde Arushachini arbeitet nun Pastor Lucas Kyessi. In Neu - Samanga wird für 110 Kinder ein Kinder- garten eingerichtet; in Meserekia neue Gemeinde gegründet. Unter den Maasai wird die Arbeit intensiviert: viele Dämonenaustreibungen.

 

1976

Aufbauarbeit in den Gemeinden. Nach Evangelisationen unter den Maasai im Süden viele Taufen: 22 Erwachsene, 11 Kinder. Bischof Moshi stirbt; sein Nachfolger ist der bisherige Adjutant und stellvertretende Bischof Dr. Erasto Kweka. Marienwerder steigert Förderung: In Zukunft vier Evangelisten, zwei geistliche Azubis (Studierende der Bibelschule Mwika).

 

1977

Dritte Begegnung: Zum ersten Mal wechselseitig. Aus Marienwerder reisen: P. Dr. Günther und Frau Inge; Frau Editha und Herr Jürgen Schneider; Frau Ingrid Luther; Frau Marga Wagner; Frau Waltraud Liekefett; P. Dr. Maczewski. Aus Tansania kommen: Pastor Lucas Kyessi und Herr Rabieli Swai. Als feste Regel gilt, daß Delegierte der tansanianischen Gemeinden von den Kirchenvorständen (später: dem Partnerschaftskomitee) gewählt werden. Gemeinsamer Kirchbau in Magadini (“Matschkirche”), Ausmalung der Kirche in Mikocheni. Zum erstenmal wohnt die deutsche Delegation in Privatquartieren in Kiyungi, Newland und T.P.C. P. Maczewski war voraus- geflogen und bereitete den Kirchbau in Magadini vor.

 

1978

Probleme: Choleraepidemie in Arushachini. Da Magadini zum Quarantänegebiet gehört, war Hilfeleistung beim Kirchbau von außerhalb nicht möglich. Pfarrerwechsel: P. Kyessi geht nach Mamba, er verspricht, daß die Berggemeinden die Steppengemein- den zukünftig unterstützen werden. Verantwortlich ist für eine Übergangszeit P. Elisante Mamuya (Superintendent); der setzt nach einigen Monaten P. Zakayo Kimaro als Hilfspastor ein. Anläßlich des Tages der Landeskirche in Hannover (15.7.) wird die Partner- schaft mit einem Extra-Programm vorgestellt. Der Evangelist Beliam Swai beginnt eine ständige Arbeit in Kivoi (Msituwatembo).

 

1979

Vierte Begegnung: aus Marienwerder reisen Frau Krista und Herr Gerhard Beier; P. Dr. Günther, Frau Inge Günther, Frau Marieke Haas; Petra Schwarzbach als Jugendvertreterin; Frau Marga Wagner; Herr Heinz Speit; Frau Waltraud Liekefett; aus Tansania kommen Pastor Kimaro und Frau Victoria Mangovi. Zum ersten Mal ist es möglich, die tansanianischen Besucher nach Leipzig mitzunehmen (Messe). Mithilfe beim Bau weiterer Kirchen. Die Neubesetzung der Pfarrstelle in Arushachini (P. Kimaro) gibt neuen Auftrieb. Dr. Günther verläßt Marienwerder und wird Studentenpfarrer in Hannover. In diesem Jahr war P. Maczewski nicht mehr mit dabei, es gab also keine Orts- und Sprachkenntnisse in der Reisegruppe. In jedes Dorf reiste ein Tansanianer mit Englisch- kenntnissen mit. In diesem Jahr entstand die Bemalung der Kirche in Magadini (Leitung: Heinz Speit): Das Kreuz innen an der Rückwand, das “Auge Gottes” über dem Eingang außen. In Mikocheni half die Gruppe beim Einrammen einiger Stützpfeiler für ein Evangelistenhaus, das aber nie fertiggestellt worden ist.

 

1980

Die Pfarrstellenvakanz in Marienwerder ist lange (16 Monate), aber der Partnerschaft schadet sie nicht im Geringsten. Im Gegenteil: Jetzt zeigt sich, dass diese Partnerschaft Gemeindesache geworden ist. Es tauchen Pläne auf, die Riesengemeinde Arushachini zu teilen. Die neue Gemeinde Chemchem entsteht; als Pastor übernimmt zunächst der Superintendent, E. Mamuya, die Leitung. Evangelist Wakaganda (Chemchem) geht, Ev. Eneza Mshana, Kikafu, verstirbt. Zur Gemeinde Chemchem gehörten: Mikocheni, Samanga, Chemchem (Dorf), Kivoi, Kiruani und Magadini. Zu Arushachini gehörten: Rau River, Chekereni, Mtakuja, Newland, Mserekia, Weruweru, Kikafu, Marigatembo, Kiyungi, T.P.C. Die Region Chemchem hat mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen: Wassermangel, große Entfernungen zwischen den Orten, keinerlei Elektrizität, keine Straßen- oder Busverbindungen nach Moshi. Die gibt es erst ab T.P.C.

 

1981

Fünfte Begegnung. Aus Marienwerder reisen: Frau Sigrid Stegemeier, ihre Tochter Wiebke; Frau Marga Wagner; Petra Schwarzbach; Frau Marieke Haas; Michaela Mantel; Frau Christiania Stieghorst (Hildesheim); Herr Dieter Luther und der neue Pastor von Marienwerder, Hartwig Helfritz. Aus Tansania kommen Pastor (Superintendent) Mamuya und Dr. W. S. Pendaeli, der als leitender Arzt am T.P.C. Hospital arbeitet. Arushachini hat den nächsten Pfarrstellenwechsel hinter sich, und P. Kennedy Kisanga ist im Amt. In Chekereni und Rau River: Ev. James Kitema, in Mserekia und Mtakuja: Ev. Edwin Seme, der zum Jahres- ende abgelöst wird von Ev. Elibariki Mmanga und in seine Heimat in Süd-Tansania zurückkehrt. Größere Kirchbaupläne. Gemeindemitgliederzahlen: 2387 Mitglieder, davon 989 Erwachsene und 1390 Kinder. Neu sind auch Kontakte zwischen Marienwerder und der Kirchengemeinde Marienrode in Hildesheim. Dort trägt man sich mit Partnerschaftsgedanken, Marien- werder soll raten. Daher fuhr auch Frau Stieghorst mit.

 

1982

Intensive Kirchbautätigkeit in verschiedenen Dörfern. Marienwerder wird gefragt, ob es denkbar wäre, einen Krankenwagen zu spenden, er könnte dem TPC-Krankenhaus zur Verfügung gestellt werden, etwa über eine Art Leasingvertrag, dann wären für einen gewissen Zeitraum die Evangelistengehälter gesichert... In TPC soll ein Pfarr- und Gemeindehaus entstehen. Kisangas sind die erste Pfarrfamilie, die sich (trotz Grundeigentums und Haus nördlich von Moshi) unter beengten Verhältnissen ständig in TPC aufhält; die früheren Pfarrer hatten auch "am Berg" gewohnt, waren aber sozusagen Wochenendpendler gewesen. Neu ist ebenfalls Herr Rabaeli Swai als Vorsitzender des Partnerschaftskomitees.

 

1983

Sechste Begegnung. Aus Marienwerder fahren P. Hartwig Helfritz; Herr Wolfgang Kupfer und Frau Anneli; Frau Marga Wagner; Anja Stieghorst (Hildesheim); aus Tansania kommen Pastor Kisanga und Diakon Beliam Swai, Chemchem. Marienwerder hat einen Ambulanzwagen (VW-Bus) zusammengesammelt, der über ein Leasing- Abkommen dem Krankenhaus zur Verfügung gestellt wird und die Evangelisten- gehälter bis 1988 sicherstellen soll. Bischof Dr. E. Kweka (Norddiözese, Sitz in Moshi) hält sich anläßlich des Kirchentags in Hannover auf und ist auch in Marienwerder zu Gast. Die Gemeinde Chemchem wird selbständig, hat aber noch keine eigene Pfarrstelle. Der Diakon Swai tut die örtliche Seelsorgearbeit; verantwortlich bleibt der Superintendent, ab 1983 ist dies Pastor Joseph Ringo.

 

1984

Trockenheit, Ernteausfall, Zusammenbruch der Gemeindefinanzen: "Wir alle singen Halleluja - aber die, die nichts zu essen haben, nur mit schwacher Stimme.." Im Oktober muß der Kirchenkreis vier Evangelisten entlassen, da sie nicht mehr bezahlt werden können. Trotz Allem: Die Bereitschaft, mehr Laien zu Evangelisten ausbilden zu lassen, wächst. Hannover unterstützt finanziell. Diakon Swai verläßt Chemchem; eine kurze Zeit arbeitet Diakon A. Maeda aus Fukeni dort. Gemeindemitgliederzahlen Arushachini: 2594, Erwachsene 1218, Kinder 1376.

 

1985

Siebte Begegnung. Die Delegation aus Hannover: Frau Ebba Helfritz; Katja Kupfer; Frau Gerda Posnatzki; Herr Dieter Luther; Herr Martin Baaske; Herr Heinz Steffens. Aus Tansania kommen Frau Eva Swai und Superintendent Joseph Ringo. Ein Jahr des Aufschwungs. Der Gottesdienstbesuch steigt, viele Taufen. Frauengruppen und Chöre blühen auf. Projekte: nach wie vor das Pfarrhaus Arushachini und: "Milk for all" (Kühe).

 

1986

Der Ambulanzwagen erweist sich als etwas teures Projekt: Etliche Reparaturen sind fällig, und man erwartet, daß wir die Ersatzteile auf unsere Kosten besorgen. Im Bereich Arushachini entsteht eine Maasai - Siedlung: Masaini. In Chemchem wird anstatt eines Pastors wieder ein ständiger Diakon arbeiten, Barakaeli Mziray. Ist nur der Superintendent zuständig, reicht das nicht, denn der sitzt weit weg. In Marienwerder findet wieder einmal ein Swahili-Sprachkurs statt. P. Helfritz verläßt die Kirchen- gemeinde im Mai. Die Partnerschaft bleibt in guten Händen: Der Kirchenvorstand wird weitere Stellenbewerber fragen, ob sie bereit sind, die Partnerschaften mit zu unterstützen, andernfalls gibt es ja auch noch weitere vakante Gemeinden.

 

1987

Achte Begegnung. Aus Marienwerder reisen: Frau Äbtissin Freda von der Lancken; Frau Sigrid Stegemeier; Frau Marga Wagner; Frau Petra und Herr Andreas Hasenkamp; Claudia Thielemann, Martina Kansy und Björn Stegemeier als Jugendliche; aus Tansania kommen Pastor Kisanga und Frau Christina Mphuru. Ab Anfang des Jahres arbeitet P. Gerd Brockhaus in Marienwerder. Für Arushachini wird eine Ölmühle angeschafft. Das dortige Pfarrhaus ist bezugsfertig. Die Gäste sind dort untergebracht. In April und Mai Stürme und Trockenheit; die Kirche in Weruweru wird umgeblasen. Marienwerder stiftet 18 Fahrräder für die Evange- listen (Spende eines Gemeindemitglieds). Neues Projekt von P. Kisanga: YAWP, Youth Apprentice Workshop Project; eine Tischler- bzw. Nähschule (mit allgemeinbildenden Fächern) für arbeitslose junge Männer und Frauen bzw. Jungen und Mädchen, die keine Chance haben, nach dem Abschluß der Primary School weitere Ausbildung zu erhalten. P. Kisanga wird für dieses Projekt stark von seinen Freunden und Bekannten in Schweden unterstützt. Marienwerder überweist jährlich einen Grundbetrag für Mitarbeiter(innen)gehälter der Gemeinden. In der neuen Maasai - Siedlung Masaini arbeitet Ev. Ezekiel Mollel.

 

1988

Pastor Simon Peter Munambala (früher Evangelist in Mikocheni) wird als resident pastor in Chemchem eingeführt. Die Selbstst- ändigkeit der Gemeinde ist endlich voll gegeben. Die Startbedingungen sind häßlich: Schwere Inflationsschübe sind zu verzeich- nen, Trockenheit verdirbt die Finanzen zusätzlich. Eine Überflutung zerstört (wieder einmal) Samanga. Ein Pfarr- und Gemeinde- haus Chemchem wird in Planung genommen, die Fundamente werden gelegt. Chemchem beginnt in vier weiteren Stationen Gemeindearbeit, hauptsächlich unter Maasai (im Süden: Korongo und Ngorika C, im Norden: Londoto und Yamnono. In den Lelatema-Bergen soll es ein Nyori-nyori geben, das sich aber nicht lokalisieren läßt; eigentlich ist das Wort nur “Chemchem” auf Kimaassai...). - Die zerstörte Kirche in Weruweru soll neu entstehen, denn gute Ernten haben einen finanziellen Grundstock ermöglicht. Leipzig- Stötteritz sammelt anläßlich des Erntedankfests M 6000.- für die tansanianischen Partnergemeinden, es erweist sich als recht schwierig, das Geld auch zu transferieren. Cholera wird in einigern Dörfern Arushachinis gemeldet. Die Lehrwerkstatt beginnt mit Nähkursen.

 

1989

Neunte Begegnung. Delegation aus Marienwerder: Frau Äbtissin Freda von der Lancken; Frau Christa Otte-Welsch; P. Gerd Brockhaus; Fabian Helfritz. Aus Tansania kommen P. Simon Peter Munambala und Frau Stella Kessi. Während des Aufenthalts der deutschen Delegation findet (am 13. August) durch Bischof Dr. Kweka die Grundsteinlegung zur neuen Kirche in Weruweru statt. Starke Unterstützung aus Marienwerder für das geplante Pfarrhaus mit Gemeindezentrum für Chemchem in Kivoi. Chemchem möchte von Arushachini unabhängiger werden und gründet ein eigenes Partnerschaftskomitee. (Die sehr ungleiche Infrastruktur in Arushachini und Chemchem, die sehr verschiedenen Pastoren sind Ursache häufiger Konflikte.) Kirchbauten und Projekte verschie- denster Art werden fortgeführt. Im Herbst des Jahres - nur wenige Wochen nach dem Besuch in Leipzig, an dem auch die tansa- nianischen Gäste teilnahmen - entstehen durch den Zusammenbruch der DDR völlig neue Perspektiven für die Partnerschaft. Zusammenarbeit von Marienwerder und Stötteritz in der Partnerschaft auf deutscher Seite könnte die Antwort auf die Frage sein, wie lange die Gemeinde Marienwerder wohl die Kraft haben möchte, die Partnerschaft mit einer großen und wachsenden Zahl von Gemeinden zu tragen

 

1990

Im April verheerende Überschwemmungen nach schweren Stürmen. Hunderte von Gebäuden sind zerstört, es droht Seuchen- gefahr, die Ernten bzw. Saaten sind verloren, einige Menschenleben zu beklagen. Marienwerder hilft mit Medikamenten und Geld. Im Herbst wird die alte Siedlung Samanga noch einmal überflutet und dann auf Anordnung der Regierung endgültig geräumt. Die Menschen werden umgesiedelt: nach Mbuyuni bei Kiruani, Gemeinde Chemchem, und nach Uarushani, jetzt Gemeinde Chekereni. (Mbuyuni entsteht zwischen Kivoi und Kiruani, in den ersten 2 Jahren werden Gottesdienste unter einem Baum gefeiert. Die Bewohner haben weiterhin ihre Felder in Samanga, am Fluß.) Der Kirchbau in Korongo ist abgeschlossen (i.W. Eigeninitiative). Bischof Dr. Kweka weiht die Kirche am 14. Oktober ein. Zum ersten Mal tauchen Teilungspläne für Arushachini auf. - Im Juni veranstaltet Marienwerder ein "Tansania - Wochenende" mit Ehepaar Rösch aus Neuendettelsau (P. Rösch ist Tansania-Referent des Bayerischen Missionswerks). Angesichts der Wende in Deutschland beschließen die Gemeinden Marienwerder und Stötteritz, künftig enger in der Partnerschaft zusammenzuarbeiten; eine Tagung beider Kirchenvorstände im Oktober bei Brandenburg endet mit der Erklärung, gemeinsame Schritte in der Tansania-Partnerschaft versuchen zu wollen. Anläßlich des Erntedankfests sammelt Stötteritz DM 4000.- für die Partnerschaft.

 

1991

Zehnte Begegnung. Zum ersten Mal sind Leipziger Gemeindemitglieder dabei, zum ersten Mal reisen vier Gäste aus Tansania nach Deutschland (bisher immer nur 2), zum ersten Mal sind die Gäste in Hannover und Leipzig. Aus Hannover fahren: Frau Martina Bialas; Frau Ulrike Brockhaus; Frau Marga Wagner; Herr Bernd Wuttke; aus Leipzig reisen: Herr Burkhard Junghans; Frau Regina Meyer; aus Arushachini kommen Frau Midness Silumbu und Herr Richard Matee; aus Chemchem Frau Grace Edwards und Herr Godfrey Msuya. Probleme: Weitere Inflationsschübe, wieder ist Trockenheit zu beklagen. Arushachini wird vermutlich bald geteilt, aber einfach ist das nicht: drei Gemeinden müssen mit einer soliden wirtschaftlichen Basis ausgestattet werden, drei Kirchen und drei Pfarrhäuser sind zu bauen! Die neue Kirche in Weruweru ist im Rohbau fertig, die Gemeindearbeit erfreut sich stetigen Wachstums. Gemeindemitgliederzahlen Arushachini: ca 3900, davon 2250 Kinder. Marienwerder engagiert sich anläßlich des 24. Deutschen Evangelischen Kirchentags im Ruhrgebiet sehr im Rahmen eines Partnerschafts-Gemeinschaftsstands auf dem Markt der Möglichkeiten. P. Kisanga ist zu Gast und referiert - wobei er kräftig aus Partnerschaftserfahrungen schöpft - über "Contextualization on the Parish Level".

 

1992

Die Partnerschaft zwischen Marienwerder und Stötteritz verändert sich nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Sicher können die Stötteritzer Gemeindemitglieder zu uns kommen, mit uns nach Tansania reisen. Es geht aber auch manches verloren von der Verbindlichkeit, Intensität und Übersichtlichkeit, die die Begegnungen und Kontakte bisher bestimmten. Die Partnerschaft erhält einen neuen Stellenwert, und die gemeinsame Beziehung nach Tansania erhält zu einem guten Teil die deutsch - deutsche Partnerschaft. Es kommt so etwas wie eine "Dreieckspartnerschaft" in den Blick. Marienwerder entwickelt sich zu einer Art Kno- tenpunkt im Netzwerk der Tansania-Partnerschaften in Niedersachsen. Jährlich findet nun im Oktober ein kleines Informations- und Austauschtreffen in Marienwerder statt. - Die Gemeinde Chemchem erhält mit P. Samueli Kimarisa Shao einen neuen Pastor; in Arushachini trifft P. Kisanga emsige Vorbereitungen für die Teilung der großen Gemeinde. Sie wird sich ein wenig hinzögern, da noch nicht genug Pastoren vorhanden sind. - Anfang des Jahres hält sich Pastorin Rose Materu, Moshi, im Rahmen eines längeren Deutschlandaufenthaltes für ein Vierteljahr in Marienwerder auf. Sie gehört zu den ersten in der Norddiözese ordinierten Frauen. Frau Kisanga, die von Freunden nach Schweden eingeladen worden ist, unterbricht ihre Rückreise für einige Tage und macht Station in Marienwerder. Sie regt an, den Frauengruppen in den Gemeinden Kühe für Milchprojekte zur Verfügung zu stellen. Marienwerder finanziert 7 Kühe. In einem Herbsttreffen in Wernigerode arbeiten die Kirchenvorstände Marienwerder und Stötteritz weiter an der Struktur der Dreieckspartnerschaft.

 

1993

Zu Anfang des Jahres wird Arushachini in drei Gemeinden geteilt: TPC (Pastor Kisanga), Kiyungi (Pastor Mlay), Chekereni (Pastor und Superintendent Ringo). Elfte Begegnung; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Aus Stötteritz reisen Frau Nitzsche und Tochter Almut; Herr Christoph Schuh und Herr Adrian Meckert; aus Marienwerder: Frau Karin Dunse; Frau Ingrid und Herr Diether Luther; Herr Christian Heidorn. Aus Chemchem kommen Frau Hosiannah Mmari und Pastor Samueli Kimarisa Shao; aus Chekereni Herr Robson Mmanga, aus T.P.C. Herr Greyson Koshuma. Die tansanianische Gruppe hält sich in Hannover und Leipzig jeweils für zweieinhalb Wochen auf. Im Frühjahr kommt es zu einem ersten Treffen von Partnerschaftskomitees aus Marien- werder und Stötteritz. In Arushachini und Chemchem bereiten sich größere Veränderungen vor: Bw. Rabaeli Swai, Jahrzehnte Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, wird in den Ruhestand gehen; seine Nachfolge übernimmt Bw. Godfrey Msuya, Landwirt und Kirchenvorstandsmitglied in Kivoi. Die Gemeinden beschließen, in Partnerschaftsfragen enger zusammenzuarbeiten und in Zukunft nur noch mit einem Komitee arbeiten zu wollen. P. Kisanga zieht sich aus der Partnerschaftsarbeit zurück, er wird die Gemeinde TPC vermutlich bald verlassen. An seine Stelle tritt als Kontaktperson Greyson Koshuma, Ingenieur in der Zuckerfabrik. In der Partnerregion wütet Trockenheit - und das schon seit einem Jahr. Die Gemeinde Mtakuja baut (seit ca. 1991) eine große Kirche; in TPC läuft die Arbeit im YAWP vorzüglich, die Bauten sind abgeschlossen. Der alte Evangelist Samuel Laiser, lange Zeit in der Gemeinde Chemchem vor Allem unter den Maasai aktiv, geht in den Ruhestand.

 

1994

Frau Marga Wagner, Kirchenvorstandsmitglied aus Marienwerder und lange Jahre aktiv in den Partnerschaftsbeziehungen, hält sich drei Monate (Dezember 1993 - Februar 1994) in den Partnergemeinden auf. Pastorenwechsel zum 1.1.: P. Kisanga, der privat nun in Chekereni ansässig ist, wird in die Gemeinde Fukeni (am Kilima- ndjaro) versetzt. In TPC wird Elisante N.Maimu Pastor (mit Frau Sara und einem Sohn von 5 Jahren), in Chekereni N. Kilawe, in Kiyungi Ephraim Thomas. Nach wie vor gibt es keinen Regen. Marienwerder hat - als Dank für lange Mitarbeit in der Partnerschaft - die Herren Aseri Maeda und Rabieli Swai eingeladen, für einige Wochen nach Deutschland zu kommen; sie sind von Anfang Mai (Einführung des neuen Kirchenvorstands in Marienwerder) bis Mitte Juni (Teilnahme am Kirchen- tagskongreß in Leipzig) unsere Gäste; ein Besuch im Leipziger Missionshaus findet auch statt.

 

1995

Die Mindestgehälter in Tansania werden kräftig angehoben, was für die Menschen bitter notwendig ist; aber die Gemeinden als gehaltszahlende Körperschaften geraten dadurch in erhebliche Schwierigkeiten. Umso nötiger ist die jährliche Gehaltsunter- stützung durch Marienwerder. Als Delegierte aus Tansania kommen Margareth Were (Chemchem), Rosaline Matee (Kiyungi), Edward Taluka (Kivoi) und Jackson Mkumbo (TPC). Zum ersten Mal in der Geschichte der Partnerschaft reist niemand aus Han- nover: die deutsche Delegation (12. Begegnung!) besteht aus drei Leipziger(inne)n: Michaela Baumann, Regina Meyer und Michael Bartnik. Almut Nitzsche, Abiturientin aus Leipzig, hat als ökumenische Freiwillige im Auftrag des Missionswerks Leipzig für ein Jahr (Sept. 1994 - Sept. 1995) in Usa River mitgearbeitet und während der Zeit auch unsere Partnerregion besucht. Die Motivation dafür, sich ein Jahr lang in dieser Behinderteneinrichtung der ELCT aufzuhalten, kam aus der Teilnahme an der Begegnung 1993. Die Zuckerfabrik in TPC steht unglücklicherweise längere Zeit still - Maschinenschäden - , und das ist für die Region verheerend. Viele Projekte stocken, so z.B. auch der Bau der Kirche Mtakuja. Die Partnerschaft legt auf Bitten der afrikanischen Geschwister ein größeres Projekt neu auf: zwei Getreidemühlen für Kivoi und Mtakuja. In Marienwerder und Stötteritz wird gesammelt; ca. 30000 DM werden mindestens benötigt.

 

1996

Januar-Februar Einzelbesuch von Ingo Luther in den Partnergemeinden im Rahmen einer Tansania-Rundreise. In Marienwerder findet ganzjährig ein großes Jubiläumsfest statt: Kirche und Kloster bestehen 800 Jahre. So werden auch Repräsentanten der afrikanischen Partnerregion eingeladen: Godfrey Msuya, Chemchem, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, und Victoria Mangovi, TPC, langjährige Mitarbeiterin in Gemeinde TPC und Partnerschaft. Sie bleiben etwa drei Wochen in Marienwerder, um die Höhepunkte des Festjahrs mitzuerleben und Grüße aus Tansania mitzubringen. Das Mühlenprojekt wird zu einem der Jubiläumsprojekte der Kirchengemeinde Marienwerder. Gegen Ende des Jahres liegt der Spendenstand bei ca. DM 18000 (Marienwerder). Die westlich gelegenen Orte Yamnono (Gemeinde Chemchem) und Kikafu (Gemeinde Kiyungi) werden in den westlichen Nachbarkirchenkreis East Hai umgetopft. (Yamnono möglicherweise schon 1993 / 94).

 

1997

Dezember 96 bis März 97 hält sich Frau Karin Dunse, Marienwerder, im Rahmen einer Studienreise einige Wochen in der Partner- region auf. Die deutsche Delegation nach Tansania sollte ursprünglich bestehen aus Frau Wagner, Frau Stegemeier und Gerd Brockhaus (Marienwerder), Michaela Baumann und Regina Meyer (Stötteritz). Aus Tansania wurden delegiert: Jeremia Kengele- mingi (Korongo, Chemchem); Joseph Mtuse Mpango, Crescentia Saningo, Eva Sarakikya. Wegen schwerer Krankheit und des Todes seines Vaters konnte P. Brockhaus nicht mitreisen, und auch Frau Stegemeier war ärztlicherseits entschieden davon abge- raten worden, mitzureisen. Sie erkrankte schwer und starb Anfang September, zur großen Trauer für alle in Marienwerder und in Arushachini und Chemchem. In diesen Tagen starb auch noch die Frau von Herrn Joseph Matuse, während er sich in Deutschland aufhielt. Die Partnerschaft ging durch eine Phase großer Trauer. Aber so wurde der Besuch auch außerordentlich dicht - wir weinten und lachten zusammen (siehe Römer 12!). Pastor Brockhaus und seine Frau konnten dann im Oktober und November doch noch die Partnerregion besuchen. Mit diesem Besuch wurde das Getreidemühlenprojekt abgeschlossen. Zwei dieselbetriebene Mühlen wurden Januar 1998 gekauft und in Mtakuja und Kivoi aufgestellt. In Oktober und November fiel sehr viel Regen; große Flächen im Gebiet vom Chemchem wurden überflutet, 12000 ha Mais und Bohnen kurz vor der Ernte vernichtet. (13. Begegnung).

 

1998

Anfang des Jahres schreibt P. Kimarisa verzweifelte Briefe: Die Überschwemmungen lassen nicht nach. Für 1998 sind weder Ernten zu erwarten, noch irgendwelche Einkommen für die Gemeinden, denn die Menschen werden außer Hungersnot nichts haben. Finanzielle Hilfe für die Opfer und für Medikamente wird beschlossen und überwiesen. Marienwerder und Stötteritz stellen in Absprache mit den Partnern in Tansania den Besuchsrhythmus um: für Juni/Juli 1998 werden vier Delegierte der tansaniani- schen Gemeinden eingeladen, die nächste deutsche Delegation wird 1999 reisen. Der Besuch aus Tansania hinterläßt in Marien- werder und Leipzig ein unbefriedigtes Gefühl: eine eher unausgewogene Delegation, die sich als wenig vertraut mit der Partner- schaft und dem Gemeindeleben herausstellte.

 

1999  

Zu Beginn des Jahres Pfarrerwechsel in Kiyungi: P. Zakaria Swai ersetzt P. Mrema. Wieder reist eine verhältnismäßig kleine Dele- gation: aus Marienwerder Frau Marga Wagner, aus Leipzig - Stötteritz Ehepaar Fridtjof und A. Hecker, als junge Erwachsene Gerlinde Köppe. Aus der Partnerregion ist zu hören, dass die Mühlen wegen unerwarteter Konkurrenz (in den Ruhestand gegan- gene Mitarbeiter von TPC machen sich mit Mühlenprojekten selbständig) doch nicht soviel abwerfen, wie erwartet. Immerhin gibt es keine kritischen Zustände durch Wetter. Hinsichtlich einer für Kiyungi geplanten Ausbildungs- und Lehrwerkstatt gibt es Probleme. Die ökonomische Grundlage ist unklar. (14. Begegnung)

 

2000

Die südliche Gemeinde Chemchem wird zu Beginn des Jahres geteilt: es entsteht Msitu wa Tembo mit Hauptort Kivoi, dazu Magadini - mit dem entsprechenden Hauptort, auch als Pfarrerssitz. Marienwerder wählt am 2.4. einen neuen Kirchenvorstand; von Juni bis Oktober findet in Hannover die Weltausstellung EXPO 2000 statt. Aus der Partnerregion kommen deswegen aus- nahmsweise sechs Personen nach Hannover: Pastor Zakaria Swai, Gemeinde Kiyungi; Pastor Elisante Maimu, Gemeinde T.P.C.,. Evangelist Godfrey Mphuru, Gemeinde Msitu wa Tembo, Evangelist Jonathan Mphuru, Gemeinde Magadini, Frau Helen Mwakapi, Gemeinde Chekereni, Frau Mary Magehema, Leiterin der Frauenarbeit T.P.C. und Sprecherin der Frauenarbeit der Gesamtregion. Im größten Teil der Partnerregion herrscht Dürre, Ernten sind nicht zu erwarten.

 

2001 

Ende 2000 und zu Beginn des Jahres 2001 bildet sich die Delegation für den diesjährigen Besuch in Tansania heraus: aus Marien- werder: Frau Wiebke Kaun (Kirchenvorsteherin), Bernd Wuttke und Tochter Vivi; aus Leipzig: Regina Meyer, Sebastian Tröbs und Christoph Schuh. Pastor Kimarisa ist nach langer Tätigkeit in Chemchem (seit 1990) in eine Gemeinde am Berg versetzt worde, sozusagen heimatnah; die vakanten Gemeinden Magadinin und Msitu wa Tembo werden durch P. Maimu, T.P.C., vertreten. Die Nachrichten sind spärlich. Marienwerder und Leipzig mühen sich ab, um plausible und nachhaltige Projektideen vorzulegen; jeden- falls soll mit Solarenergie ein Anfang gemacht werden. (15. Reise aus Marienwerder / Deutschland nach Tansania).

 

1973 - 2001:

Nach 28 Jahren wechselseitiger Besuche ergibt sich folgendes Bild:

 

1977 Start der Gegenbesuche, 1977 - 1989 mit je zwei Personen, ab 1991 mit je vier Personen

 

Aus Tansania besuchten uns:

                               12 reguläre Delegationen sowie

                                 1 “Dank”-Delegation 1994 (Herr Swai, Herr Maeda)

                                 1 Jubiläumsdelegation 1996 (Herr Msuya, Frau Mangovi)

                                 1 Einzelbesucher (Herr Koshuma, auch 1994)

                                 2 Kurzbesuche: Frau Kisanga 1992, P. Kisanga 1991 (Kirchentag)

An diesen 15 Besuchen nahmen insgesamt 41 Personen teil, davon waren 36 Einmalbesucher und 5 Mehrfachbesucher.

 

Besuche aus Deutschland nach Tansania:

 

                                          16 Delegationen (1997 zwei)

                                            3 Einzelbesuche

                                            1 Vierteljahresaufenthalt im Auftrag der Partnerschaft

                                            1 einjähriges Praktikum (Almut Nitzsche, Leipzig, in Usa River).

 

Summe: 18 Besuche, zehn nur aus Marienwerder, drei aus Marienwerder und Stötteritz, einer nur aus Stötteritz, vier Einzelbesuche aus Marienwerder.

 

Teilgenommen haben 100 Personen insgesamt, davon 17 Jugendliche bzw. junge Erwachsene. 83 Personen kamen aus Marienwerder, 18 aus Stötteritz. 29 Personen reisten einmal, 23 mehrfach. Von den Mehrfachbesuchern kamen 20 aus Marienwerder, 3 aus Stötteritz.

 

 

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