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Vom
3. bis zum 16. Juni haben unsere Gäste sich in Hannover aufgehalten. Höhepunkt
für sie war zweifellos der Besuch bei Landesbischöfin Dr. Käßmann,
die sich für sie Zeit genommen hatte, wofür wir sehr dankbar sind.
Viele
luden sie ein, viele waren mit ihnen unterwegs – und diese fröhliche,
aufmerksame Gruppe bei sich zu haben, war schon Belohnung genug!
Weniger
erfreulich war, was sie zu berichten hatten.
Alle
kirchlichen Mitarbeiter(innen) leben seit Jahren praktisch ohne Gehalt.
Das einzige, was sie bekommen, ist unsere Unterstützung, die eigentlich
nur als Aufstockung des Gehalts gedacht war. Grund für das Elend ist
das Wetter: Es gibt schon seit einigen Jahren keine oder bestenfalls ärmliche
Ernten. Entweder regnet es nicht oder zu viel, das führt dann zu
verheerenden Überschwemmungen, die alles mit sich fortreißen.
Weiterhin
macht sich die Privatisierung der Zuckerfabrik in T. P. C. negativ
bemerkbar: Sie war die letzte Möglichkeit, die Fabrik und damit auch
den Arbeitgeber zu erhalten. Aber Modernisierung und Rationalisierung führen
zu massiven Entlassungen und auch Streichung sozialer Leistungen, die
die Fabrik früher geradezu als soziales Netz der Region erscheinen ließen.
Kirchliche Mitarbeiter wohnten früher mietfrei in Fabrikwohnungen –
nun müssen sie hohe Mieten zahlen. Wenn weniger Gehaltsempfänger da
sind, die überdies auch weniger Einkommen haben als früher, gehen die
Spenden und Beiträge für die Gemeinden (ihre einzige Finanzquelle!)
massiv zurück.
Andere
Gemeinden und Kirchen – teilweise massiv aus den USA unterstützt –
zahlen, zahlen mehr, gewähren auch bessere Fort- und Ausbildungsmöglichkeiten.
Das hat schon zur Abwanderung langjähriger qualifizierter Mitarbeiter
geführt.
So
waren die Hauptthemen Dürre, Finanzen, Bildung und Projekte. Leider
haben unsere Partner uns gebeten, das mit viel Begeisterung angefangene
Solarprojekt zu beenden. Es funktionier bei ihnen nicht, klagten sie.
Also scheint es, dass wir zukünftig unsere Hilfen ausschließlich für
Menschen und Gebäude erbitten und überweisen werden: für die Aus- und
Fortbildung sowie die laufende Unterstützung der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, für Ausbildung von armen Jugendlichen, die sich eine über
die Grundschule (9 Jahre) hinaus reichende Ausbildung nicht leisten können,
und immer wieder auch für Kirchen, Gemeindezentren und Mitarbeiterhäuser.
Trotz
dieser Nachrichten war dies ein Besuch, der die Partnerschaft weiter
gebracht hat. Die Begegnung wird nun unmittelbar durch Herrn Speit
fortgesetzt, der am 2. Juli mit unseren Gästen nach Tansania geflogen
ist und voraussichtlich Ende September zurückkommt. Wir wollen für ihn
um Gottes Schutz beten – und sind sehr gespannt auf das, was er zu
berichten haben wird!
Das
Partnerschaftskomitee.
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