Partnerschaft   Tansania 24.07. - 23.08.2005

Nach oben Stoetteritz in MW 2008 MW in Stoetteritz_2007 Tansania 05 Tansania 04 Marienwerder 04 Tansania 03 Fahrräder Burg Bodenstein Marienwerder 2002 Partnerschaftsbaum Tansania 2001

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von Dieter Luther

..... und trau des Himmels reichem Segen…

Reflexionen zum Partnerschaftsbesuch in Arushachini/Chemchem 2005

„Karibuni ! Karibuni!“ – Großer Jubel, lautes, typisches Trällern schwillt uns entgegen, wohin wir auch kommen. Kaum unserem Kleinbus entstiegen, sind wir umringt, umarmt und geschmückt mit Kränzen frischer Bougainvillea-Blüten, deren Duft ich zu konservieren versuche. Es sind vorwiegend Frauen, die uns willkommen heißen; die Männer arbeiten bei der Zuckerfabrik, auf dem Feld, sind bei dem Vieh oder ...Und mittendrin unsere jungen Delegierten- Jan-Stephan, Marlene und Ina - , als wenn sie schon immer dabei gewesen wären. Sie suchen intensiv bewusst und finden Kontakt, das Gespräch, wollen Kiswaheli und Kimassai sprechen – ein kleiner Notizzettel hilft. Im Fluge gewinnen sie die Herzen, sind selbst erfüllt und werden die „shooting stars“ des Besuches. Ich begegne vielen neuen Geschwistern, erkenne vertraute Gesichter, viele begrüßen mich auch nach 12 Jahren noch mit Namen – aber ihre Namen wollen mir einfach nicht kommen. Peinlich, peinlich !

Gemeinsam feiern wir Begrüßungen, Treffen, Gottesdienste: open air – unter einem abgegrenzten, geschmückten und Schatten spendenden Baum, in der Kirche oder in einer, die noch auf Vollendung wartet. Besondere Ereignisse waren schon die Setzung der Ecksteine der Kirchen in Mserekia und Msituwatembo, sowie des Evangelistenhauses in TPC durch Bischof Shao und seinen Stellvertreter P. Shayo. Große Feste mit großer „Harambee“ (eine ganz besondere Art von Spendeneinwerbung) und natürlich gegrillte Ziege –ein Zeremoniell für die Ehrengäste! Nicht nur hier – immer wieder begeistern die Chöre mit ihren eigenen afrikanischen Liedern und frischen Gesängen ebenso wie kleine Gruppen. Wie mag sich wohl unser Gesang angehört haben? Von Mal zu Mal besser, professioneller wurden wir mit unserem Zachäus- Beitrag in (Kerzen-)Stummszene, Lesungen, Dialogen und Lied. Eine Bibelauslegung im Zwiegespräch, das war neu und verblüffte.

Auch in unseren Partnergemeinden ist das Anwachsen der Freikirchen nicht zu übersehen: Kirchengebäude, Gottesdienst-/Gebets-Hinweisschilder, Wegweiser. So nehmen wir teil an den Evangelisationen in den Dörfern und gehen in Gruppen mit unseren Partnern von Haus zu Haus. Nicht immer treffen wir jemanden an oder werden hereingelassen. Es sind gute Gespräche und wir sind gefordert, von und über unsere Partnerschaft zu erzählen. In manchen Häusern treffen wir auf religionsverschiedene Familien, die Toleranz ist selbstverständlich, Glaubensunterschiede scheinen wenig bewusst zu sein.

Wir wandern vorbei an vertrockneten Mais- und Sonnenblumenfeldern und ich frage, woher die Einwohner Wasser holen. „Kaufen“ oder „Dort drüben“. Ich schaue in die Richtung und ahne nur die Entfernung. Und dann wieder nahe des Flusses Ruvu oder Weruweru das meinen Augen wohltuende Grün. Immer weniger Schnee am Kilimanjaro, immer weniger Wasser im „Nyumba wa Mungu“! Kaum noch Fisch. Fangverbote. Wovon mögen die Menschen in dieser Steppe, in Mikocheni , in Magadini, .... leben ? Trotz allem in dieser unwirtlichen Gegend: diese Fröhlichkeit, dieses Gottvertrauen bei unseren Geschwistern ! – „ Wer nur den lieben Gott lässt walten ...“, kommt mir in den Sinn - mit Frage -oder Ausrufezeichen ?

Massai – sie gehören zum „Alltag“ unserer langen Partnerschaft, und doch umgibt die hochgewachsenen, schlanken Nomaden in ihrer traditionellen Kleidung und bunten Schmuck bei mir immer noch ein Hauch von Exotik. Weniger romantisch aber ist ihre Situation im gesellschaftlichen Umbruch. Bei Kiruani werden wir in und durch die Boma von Mwarabu geführt. In ihrem Zentrum, dem größten Platz für das Großvieh, liegt das Grab des Clanchefs - inmitten „seiner Tiere“. Meines Wissens kennt die Tradition der Nomaden keine Erdbestattung; hilft ihnen das Christentum in den Veränderungen ohne dabei Tradition und Identität völlig zu verlieren?

Wie aufgeschlagene Lehrbücher präsentieren sich primary- und secondary Schulen. Ihre Außenwände zeigen Lehrbilder aus Biologie, Geometrie, Geographie,... Ergebnis der Entschuldungsvereinbarungen zur Verbesserung des Schulwesens. Aber nur die Grundschulen sind schulgeldfrei. Ausbildung und Bildung bleibt weiterhin eine große Aufgabe Tansanias. Auch in unserer gemeinsamen Komiteesitzung hat dieses Thema u.a. einen breiten Raum eingenommen – wir unterstützen weiterhin junge Menschen aus unserem Bildungsfonds, zusätzlich zu unserer Absicherung der Gehälter für die kirchlichen Mitarbeiter.

Der allerletzte Tag bereitet mir noch ein seltenes Geschenk – wie aus Fotobänden :

Die aufgehende Sonne überflutet den gesamten Kilimanjaro und vergoldet das Weiß des Kibo. Bis zum Abend trübt keine Wolke, kein Dunst den herrlichen Anblick des Gebirgsmassivs. Und abends in T.P.C.: die, hinter den in der Ferne stehenden Bäumen, untergehende Sonne bedeckt den Kilimanjaro vom Kibo und Mawenzi herabfallend in ein sanftes Rot, davor im schimmernden Abendlicht der Mt. Meru, dann in dem Licht der sich bildenden Dämmerung das Paregebirge und die Lelatema Berge mit aufgehendem Mond.

Ich bin dankbar für die gemeinsamen Wochen mit unseren Geschwistern in Arushachini/Chemchem; dankbar für diesen Schatz all des Erlebten, der vielerlei Begegnungen, Gespräche und Gemeinschaften.

Verabschiedung von Dieter Luther und Jan-Stephen Welsch in Marienwerder

Am 24. Juli wurden Herr Dieter Luther und Jan-Stephen Welsch vor dem Gemeindehaus mit Segen, Liedern und Gebet nach Tansania verabschiedet.

Danach ging es zum Bahnhof um mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt zu fahren.

Flughafen Dubai

Welcome-Massai Gruppe

Küche T.P.C.

Nähschule

Welcome-Massai Gruppe

Korongo-Chor

 

 

 

 

 

 

 

 

"Korongo-Quartett"

 

 

 

 

 

 

 

 

Korongo-Chor

Delegation am Ehrentisch

 

Herr Koshuma und Herr Maczewski

Herr Luther und die Ziege

Die Ziege wird zerlegt

                 Marlene und Herr Koshuma

Herr Maczewski

Womans Duka - Abwiegen

in Mserekia mit Gemeindemitgliedern

in Mserekia mit Gemeindemitgliedern

Mserikia - Kirche - Rohbau

Kirche - Altar

Bischof Schao, Mlai

Maczewski, Kimarisa, Msaki

Mserikia - Cornerstone

Mserikia - Bischof Schao, Maczewski

Altar und Bischof

Kisanga und Mtui

Mserikia - Versteigerung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

T.P.C. - Evangelistenhaus

T.P.C. - "Speit-Bild"

T.P.C. - Mlay, Michaael, Johanna

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