Kalenderblatt vom 27. Mai 2017

Heute
Samstag

Losung

Der HERR sprach: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.

1.Mose 8,21

Lehrtext

Ihr wisst, dass der Sohn Gottes erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme.

1.Johannes 3,5
  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 21.05.2017 bis Samstag, 27.05.2017
  • Spruch

    Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. (Johannes 12,32)

     

  • Erklärung

    Erhöht von der Erde (vgl. den Wochenspruch Joh 12,32): Die Botschaft des Himmelfahrtsfestes spricht von Abschied, aber auch von Nähe — Jesus trennt sich vom engen Kreis der Jünger, um an der Seite Gottes allen Menschen nahe zu sein. Das dritte Tagesgebet setzt dies fast schon in der Weise einer Kurzpredigt in Worte und Bilder um: „Jesus Christus: Der Himmel steht offen - du zeigst uns die Erde. Du bist bei Gott - du bist uns nah. Du hältst Himmel und Erde in deinen Händen - du hältst auch uns. Dir sei Ehre.“ (VELKD)

     

  • Thema
    Tag der Himmelfahrt Christi
  • Luthers Wochensprüche

    Wenn ich auch nur einen einzigen Tag das Gebet vernachlässige,
    verliere ich viel vom Feuer des Glaubens. 

1. Kön 8, 22-24.26-28

 22 Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel 23 und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; 24 der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage.

26 Nun, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast.
27 Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? 28 Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, auf dass du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir:

Andacht

 Der Himmel ist da, wo Christus ist

„Christ fuhr gen Himmel.

Was uns angeht,

wir fahren nach Amorbach!“

Mit diesen Worten drückt der Dichter Lothar Zenetti das Unverständnis aus,das viele Zeitgenossen mit der Vorstellung des Himmels oder einer Himmelfahrt haben.

Selten gebrauchen wir sonst im Alltag noch dieses schöne Wort Himmel. Vielleicht noch in Formulierungen wie: "Das weiß der Himmel!"; "Dem Himmelsei Dank"; "Um Himmels willen!"; "Ach du lieber Himmel".

In solchen Sätzen ist ja nicht der blaue Himmel über uns gemeint. Wir könnendarin vielmehr Umschreibungen für Gott sehen. Denn wo vom Himmel die Rede ist, da ist auch immer von der Nähe Gottes die Rede. Der Himmel ist da, wo

Gott ist.

Die Himmelfahrt Jesu bedeutet nicht, dass er sich von der Erde entfernt hat, um irgendwohin weit weg zu gehen. Himmelfahrt Christi, das meint vor allem, seine Nähe ist erfahrbar an allen Orten dieser Erde. Der Himmel ist nun da, wo Christus ist! Oder anders ausgedrückt:

Wo Christus in der Verkündigung seiner frohen Botschaft und in seinem segnenden Handeln von Menschen erfahren wird, da ist der Himmel kein ferner Ort, da berühren sich vielmehr Himmel und Erde.

Denn so beschreibt der Evangelist Lukas die Himmelfahrt:

"Es geschah, als Jesus sie segnete, schied von ihnen und fuhr auf gen Himmel" (Lukas 24, Vers 51) Christus nimmt damit teil an Gottes Weise zuherrschen und für die Menschen da zu sein mit seinem Segen. Eine Erfahrung des Glaubens, die auch heute von Freude begleitet wird und sich im Lob Gottes widerspiegelt.

Ein Fest wie Himmelfahrt erinnert daran, dass unser Leben eine Perspektive hat, die weit über das Alltägliche und selbst den Tod hinausreicht, weil Christus seinen weiten Himmel über uns offen hält.

"Christ fuhr gen Himmel. Was uns angeht", wir können das fröhlich feiern.

 

Dr. Detlef Klahr

Landessuperintendent für den Sprengel Ostfriesland-Ems

Liturgische Farbe

Weiß als ungebrochenes Licht, als Vereinigung aller Farben, als Farbe von Reinheit und Unschuld bestimmt die Christusfeste (Ostern, Weihnachten) und die Sonntage des Göttlichen Gegenwart (Epiphanias, Trinitatis)

Bild: Klaus Brinkmann/(c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium

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Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
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Lied

Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du gen Himmel g'fahren bist ( EG 121)