24. Dezember 2015

Nachricht

Weihnachtsgruss 2015

Partnerschaft
Weihnachtsgruss 2015     Gestaltung: Heinz Speit

Danke an Heinz Speit, der seit vielen Jahren den Weihnachtsgruss an die Partnergemeinden künstlerisch und inhaltlich gestaltet.

 

Weihnachtsgruß

„Jesus zieht in Jerusalem ein ….“
So steht es als Überschrift in vielen unserer Bibeln über der Geschichte,
in der Jesus auf dem Esel in die Stadt einreitet, in der sie sein Todesurteil
sprechen werden. Dieser Einzug also ein ganz entscheidender Schritt in
der Leidensgeschichte unseres Herrn.
Und der nun die Mitte vom Weihnachtsgruß?
Macht das Sinn?
Die Geschichte vom Einzug in Jerusalem wird doch ganz bewusst in den Gottesdiensten am Palmsonntag, dem Anfang der Karwoche, als Evangelium gelesen.
Aber eben nicht nur da, sondern auch schon in den Gottesdiensten am 1. Advent, zu Beginn der Vorbereitungszeit auf das frohe Fest von Jesu Geburt in diese unsere Welt hinein und damit zugleich zu unserer Erlösung aus der Gottesferne. Die Leidensgeschichte Jesu fängt also schon in der Krippe an. Deshalb ein Bild von diesem Eselsritt, wieder einmal, im Weihnachtsgruß an unsere Partner in Tansania – und an Sie, die Leserinnen und Leser unseres Marienwerder Boten.
In diesem Jahr sehen Sie die Szene so, wie sie der chinesische Künstler Pan Fu als ein Scherenschnitt in seine Form gebracht hat.
Beachtenswert dabei auch die Zwei Kreise um Jesus auf dem Esel: im Inneren Belege aus unseren Tagen dafür, dass er [an]kommt in unserer
modernen, geschundenen Welt in ihrem nur zu oft beklagenswerten
Zustand: Eiffelturm und Triumphbogen in Paris, Tower Bridge in London, holländische Mühlen und chinesische Tempel, die Pyramiden und das Taj Mahal.
Im äußeren Kreis tanzen Männer und Frauen zusammen und zugleich wie
Engel vor Freude darüber: Er kommt!
Doch auch da, wo wir einsehen, dass das Leiden Jesu für uns schon in der
Krippe losgeht, haben wir Grund zu fröhlicher Dankbarkeit.
Darüber hinaus kann uns diese Sicht vor so manchem süßlichen Weihnachtskitsch bewahren und uns daran erinnern: unser Herr ist schon auf so manchem Esel eingeritten.

Heinz Speit
(Marienwerder Bote 575)