24. Dezember 2016

Nachricht

Weihnachtsgruss 2016

Partnerschaft
Weihnachtsgruss 2016

Danke an Heinz Speit, der seit vielen Jahren den Weihnachtsgruss an die Partnergemeinden künstlerisch und inhaltlich gestaltet.

 

Weihnachtsgruß

Liebe Leserinnen und Leser des Marienwerder Boten!

Auch wenn unser alljährlicher Weihnachtsgruß an Sie und unsere Partnergemeinden immer wieder ein anderes Symbolbild als Mitte und ein Bibelwort in vier Sprachen als Rahmen hat, ist eins immer gleich: der Wunsch, damit jedes Mal die Engel zu Wort kommen zu lassen, die uns sagen: „Siehe ich verkündige euch große Freude, … denn euch ist heute der Heiland geboren, Christus!“

Heinz Speit

 

(Marienwerder Bote 581)

Regelmäßig ist bei der Form immer auch dies: das Bild ist kreisrund. So auch in diesem Jahr, und deshalb dieses Mal ganz bewusst ein Wort vom Kreis: „Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat.“ (Apostelgeschichte Kapitel 17, Vers 31a)

Jesus, Gottes Sohn, ist dieser Mann. Zu Weihnachten feiern wir seine Geburt als Mensch. Er selbst, Gott, thront hier im Bild, in der Mitte konzentrischer Kreise, von alters her ein Sinnbild der Hierarchien des Himmels. Eine frohe Botschaft: im Angesicht der Ewigkeit haben beide, Himmel und Erde, ein einziges Bild, den Kreis.

So haben Mönche vom Athos im Kloster Xeropotamou die Himmelskreise ins Deckengewölbe gemalt: Gott Vater, flankiert von den Symbolen der vier Evangelisten und dem Lamm, Sinnbild für Christus. In Scheitelhöhe des Schöpfers von Himmels- und Erdenkreis in griechischen Buchstaben die geheimnisvolle Inschrift: „Der Alte der Zeiten.“

In den Tagen, in denen auf meinem Schreibtisch Wort und Bild vom Kreis zum Weihnachtsgruß einander zugeordnet wurden, war im Losungsbuch dies Wort von Meister Eckhard zu lesen: „Die ein gutes Leben beginnen wollen, die sollen es machen wie einer, der einen Kreis zieht. Hat er den Mittelpunkt des Kreises angesetzt und steht der fest, so wird die Kreislinie gut. Das soll heißen: der Mensch lerne zuerst, dass sein Herz fest bleibe in Gott, so wird er auch beständig bleiben in seinen Werken.“

Und der Grieche Plotin lehrt: „Die Mitte ist der Vater des Kreises.“ Stellen wir die Worte um, dann steht da ja: „Der Vater ist die Mitte des Kreises, des Erdkreises, des Sternenkreises, der Himmelkreise …“

In dieser Gewissheit Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.