Reformationsjubiläum 2017

Reformationsjubiläum
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Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther, der Überlieferung nach, an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug. 

Während in früheren Jahrhunderten Reformationsjubiläen national und in konfessioneller Abgrenzung begangen wurden, soll das kommende Reformationsjubiläum von Offenheit, Freiheit und Ökumene geprägt sein. 2017 feiern wir nicht einfach nur 500 Jahre Reformation, sondern erinnern auch daran, welche Rolle die Reformation bei der Entstehung der Moderne gespielt hat. So werden jene Impulse der Reformation in den Fokus gerückt, deren Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit reichen. Denn das, was von Wittenberg im 16. Jahrhundert ausging, veränderte Deutschland, Europa und die Welt. 

Das Reformationsjubiläum 2017 wird in globaler Gemeinschaft gefeiert.

Da im Internet umfangreiche offizielle Informationen zur Verfügung gestellt werden, beschränkt sich diese Seite auf Hinweise zu Veranstaltungen, Ausstellungen  und Publikationen.

Festwochenende 27. + 28. Mai 2017

Am 27. und 28. Mai 2017 feiern Menschen aus aller Welt vor den Toren Wittenbergs, auf den Elbwiesen mit Blick auf Schloss- und Stadtkirche und auf 500 Jahre Reformation. Schon am Samstag reisen die ersten Gäste an und feiern zum Sonnenuntergang mit der Gemeinschaft von Taizé eine „Nacht der Lichter“ auf der Elbwiese.

Deutscher Evangelsicher Kirchentag

Kirchentage auf dem Weg - 25. bis 28. Mai 2017

Sechs Kirchentage in acht Städten: in Leipzig, Magdeburg, Erfurt, Jena/Weimar, Dessau-Roßlau, Halle/Eisleben

Kulturelle, spirituelle und touristische Stationen auf dem Weg zum gemeinsamen Festgottesdienst am 28. Mai 2017 in Wittenberg.

Ein Fest für alle - 26. August 2017

Reformationsjubiläum
Fest für alle

Es ist ein Fest für alle. Es ist ein Fest der Vielfalt. Es ist ein Fest in der Mitte der Stadt. Es ist DAS FEST zum Jubiläum der Reformation in Hannover: „Vergnügt.erlöst.befreit.Leben“ ist das Begleitwort für Sonnabend, 26. August 2017, wenn der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband in Hannovers Altstadt zum Feiern einlädt.
In und an den Kirchen der Innenstadt wird es ein ebenso interessantes wie vielfältiges und außergewöhnliches Musik- und Kulturprogramm geben. Den ganzen Tag wird die Innenstadt pulsieren – voller Gedanken und Ideen, voller Fröhlichkeit und Freude, voller Lebendigkeit und Schwung. Eben „vergnügt.befreit.erlöst“ wie es eine Psalmzeile von Hanns-Dieter Hüsch vorgibt. Diese Zeile lieferte auch den Titel für eine Komposition von Alfred Koerppen, die am Festtag in Hannover ihre Welturaufführung erlebt. Eingeladen sind die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region Hannover, völlig unabhängig von Alter und Konfession. „Es wird ein Fest für alle in der Mitte der Stadt. Dort ist unser Platz“, positioniert Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann die Evangelisch-lutherische Kirche, die zum Reformationsjubiläum Gastgeberin für alle ist. 95 Tage vor Beginn des Festes - am 22. Mai 2017 - wird das detaillierte Programm öffentlich vorgestellt. Aber so viel kann schon verraten werden: Rund um die Marktkirche gibt es Plätze der Begegnungen, Darstellungen und Beteiligungen. In der Aegidienkirche legen Rapper und DJs nicht nur für Jugendliche auf. In der Neustädter Hof- und Stadtkirche rückt die Zukunft der Religion in der Zivilgesellschaft in den Fokus. Zum Diskurs darüber haben unter anderem bereits der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Reformationsbotschafterin Margot Käßmann zugesagt. Am Leineufer schlägt die Evangelische Jugend ihr Aktionscamp auf. Zudem gibt es neben viel, viel Musik unter anderem Impulsworte, Orgelfenster, Marktstände, Stundengebete und einen Vesperweg sowie Gelegenheiten der Begegnung, der Stärkung und des Wiedersehens.

Weltausstellung Reformation

Vom 20. Mai bis zum 10. September 2017 lädt die Weltausstellung Reformation nach Lutherstadt Wittenberg ein, um sieben "Tore der Freiheit" zu entdecken. Im Reformationssommer 2017 präsentieren Kirchen aus aller Welt, internationale Institutionen, Organisationen, Initiativen und viele Kulturschaffende ihre aktuelle Sicht auf die Reformation.

Europäischer Stationenweg

Seit November 2016 knüpft der Europäische Stationenweg ein Band. Im Mai 2017 kommt dieser Weg in Mitteldeutschland an und mündet in Wittenberg in die Weltausstellung Reformation.

Die nationalen Sonderausstellungen

Zu den absoluten Höhepunkten im Rahmen der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum 2017 zählen die drei Nationalen Sonderausstellungen in Berlin, Eisenach und Lutherstadt Wittenberg. Als einmaliges Projekt von nationaler und internationaler Bedeutung sind sie ein Großereignis, das durch Umfang und Vielfalt das globale Wirkungsmaß der Reformation widerspiegelt.

Drei Ausstellungen – drei große renommierte deutsche Museen: Das Deutsche Historische Museum, die Wartburg-Stiftung und die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt bereiten das Thema „Reformation“ in all seinen Facetten und Ausprägungen mit jeweils eigener inhaltlicher und methodischer Schwerpunktsetzung auf und machen es so einem breiten Publikum zugänglich. Die drei Ausstellungen ergänzen sich, bauen aufeinander auf und bieten somit einen umfassenden Überblick über entscheidende Aspekte der Reformation. Der Besuch einer Ausstellung wird stets auf die anderen beiden neugierig machen.

Im Aufbruch - Reformation 1517/1617

Mit einer Sonderausstellung erinnert das Braunschweigische Landesmuseum im Jahr 2017 an den Thesenanschlag Martin Luthers und die Ideen, die auch in Niedersachsen nicht folgenlos blieben.
In Kooperation mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers realisiert das Braunschweigische Landesmuseum gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Abt Jerusalem in Braunschweig ein großes Ausstellungsprojekt an drei Standorten anlässlich des 500-jährigen Jahrestages der Reformation 2017.
Die Ausstellungen werden vom 7. Mai bis zum 19. November 2017 zu sehen sein.