Leine-Zeitung 31.08.2015

Pressespiegel
Leine-Zeitung 31.08.2015

Chor wirkt auch bei leisen Tönen kraftvoll
Spring’s Singers verzaubern ihr Publikum mit breitem Repertoire

VON JULIA DETTMER

Garbsen/Marienwerder. Mit Bravorufen wurden sie in den Abend entlassen – und das aus gutem Grund. In einem zweistündigen Programm begeisterten die zwölf Spring’s Singers am Freitagabend ihre Zuhörer mit Stücken aus mehreren Jahrhunderten und Ländern in der Klosterkirche.

Zu Beginn, mit einem geistlichen Teil, waren unter anderem Werke von Antonín Dvorák, Moritz Hauptmann und Thomas de Luis di Victoria zu hören. Besonders hervorzuheben sind die Titel von Benedict Cliffe, die mit dem Wiegenlied „The Little Road to Bethlehem“ bereits ein wenig weihnachtliche Stimmung in die Kirche gebracht haben und die Zuschauer
besonders mit seinen leisen Tönen verzauberten. Dass der Chor sich auch sprachlich etwas traut, konnte er mit den beiden finnischen Gospeln „Loistamaan jää“ und „Minne tie vie“ beweisen. Im letzten Stück vor der Pause zeigte der gerade einmal 19-jährige Fabian Bremer mit der Händel-Arie „But who may abite the Day of His coming“ sein solistisches Können.

Im zweiten Teil waren vor allem Stücke der großen Vorbilder der Sänger zu hören. So erklangen Arrangements der mehrfachen Echo-Klassik-Gewinner Singer Pur und der britischen King’s Singers, die den Chor zu seinem Namen inspirierten. Als Dirigent Bernhard Schencke zusammen mit Cellistin Ute Poschmann eine Sicilienne, die er seiner Mutter eigens zu ihrem Geburtstag komponiert hatte, zum Besten gab, war nicht nur sie gerührt. So spendeten die Zuschauer beim Hinausgehen gern, um den Sängern, die sich seit 23 Jahren nur einmal im Jahr für das Konzert in der Klosterkirche zusammenfinden, eine Probenwoche zu ermöglichen.