vom 25. März 2019

Losung

Dein Volk spricht: »Der HERR handelt nicht recht«, während doch sie nicht recht handeln.

Hesekiel 33,17

Lehrtext

/Jesus spricht:/ Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.

Johannes 14,15

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 24. März 2019 bis Samstag, 30. März 2019

Wochenspruch

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 62)

Feiertag

Okuli (3. Sonntag in der Passionszeit)

Erklärung

Der Sonntag Okuli hat das Thema „Konsequente Nachfolge”, also die Ausrichtung des Lebens am Vorbild Jesu Christi. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist.

„Oculi” lautet das erste Wort des Introitus (Eingangsgebet der Messe): Oculi mei semper ad Dominum = Meine Augen schauen immer auf zum Herrn) am Sonntag Oculi, dem dritten Fastensonntag. Dieser Tag wird auch benannt: Sexagesima media, medium sexagesime. 

© Copyright Martin Senftleben www.daskirchenjahr.de

 

Thema

Nachfolge

Jer 20, 7-11a (11b-13)

7 HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. 

8 Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des HERRN Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich.

9 Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht.

10 Denn ich höre, wie viele heimlich reden: »Schrecken ist um und um!« »Verklagt ihn!« »Wir wollen ihn verklagen!« Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: »Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.«

11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zuschanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden.

Andacht der Woche

Die Andachten in der Passionszeit stammen aus dem Passionskalender des Predigerseminars Loccum: passion-e

 

Minna nervt.

Ich werde aus den Gedanken gerissen. Bestimmt 5 Mal hat die Waschmaschine schon nach mir gerufen. Ich stehe genervt vom Schreibtisch auf und sortiere die Wäsche in den Trockner. Den Rest hänge ich schnell auf.

Dann wieder an den Schreibtisch. Gedanken sammeln und weiterarbeiten. Nebenbei überlegen, was ich später für meine Tochter zum Mittag koche. Noch schnell den Terminkalender checken, was heute noch für Termine anliegen. Ein ganz normaler Vormittag halt. Ich bin froh zu Hause zu arbeiten.

Für mich ist das Freiheit. Ja, die Freiheit zu arbeiten ist Stress, aber sie macht mich glücklich. Ich liebe meinen Mann und meine Kinder. Ich liebe aber auch meine Arbeit, meinen Beruf, ich bin gerne angehende Pastorin. Mir war immer klar, ich will beides, Familie und Beruf. In der Realität ist das aber nicht immer einfach. Immer wieder frage ich mich: Mute ich meiner Familie zu viel zu? Es bedeutet viel Stress und ein hohes Maß an Organisation. Aber ich liebe, was ich tue.

Ich liebe es meinen Kindern bei Spielen zu zuschauen und sie beim Streiten zu beobachten.
Sie scheinen sehr glücklich zu sein. Ich liebe das Marmelade verschmierte Gesicht am Frühstückstisch. Ich nehme den heruntergefallenen Jogurtbecher mit Humor. Meistens jedenfalls. Abends meinen Mann in den Arm nehmen zu können und ich zu sein. Das trägt mich.

Ich weiß die Liebe trägt. Und dann gibt es die Tage an denen nicht alles läuft. Wo ich genervt bin. Und mich frage, wie hält meine Familie das aus.

„Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.“ (1. Korintherbrief 13,7)

Steht schon im Neuen Testament. Mit dem Vertrauen auf die Liebe Gottes, die er an meine Familie gibt, kann ich mich
fallen lassen. An Tagen an denen ich nicht weiß wo oben und unten ist, trägt mich das Lächeln meiner Kinder oder eine Umarmung.

Die Liebe trägt mich

 

Vikarin Lea Nickel

(Andacht zum 17.03.2019 - wir möchten die Andachten nicht vorab veröffentlichen, daher erscheint hier immer die jeweils letzte Andacht) - die aktuelle Andacht finden Sie ab Sonntag auf passion-e

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Radiopastorin Claudia Aue.

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"Früher war alles besser." Doch bei der Geschichte vom Garten Eden geht es nicht darum, was früher war. Die Morgenandacht von Anke Wolff-Steger.

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