Diakoniezentrum Msitu wa Tembo

Stand der Bauarbeiten im September 2022
Stand der Bauarbeiten im September 2022

Yesse J. Mphuru ist 31 Jahre alt, ausgebildeter Diakon und Mitglied der Faraja Bruderschaft in Tansania.
Als Christ ist es für ihn selbstverständlich, sich für die sozialen Probleme in seiner unmittelbaren Umgebung zu engagieren.

Und so ist vor einiger Zeit bei ihm und anderen die Idee geboren, im Gebiet unserer Partnergemeinde Msitu wa Tembo ein Diakoniezentrum für behinderte junge Menschen einzurichten. Diese Kinder und Jugendlichen können unter den dortigen Verhältnissen oftmals nicht optimal in den Familien betreut und vor allem nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden.

Daher sollen sie in dem geplanten Diakoniezentrum auf der Grundlage eines Curriculums der Regierung von Tansania Fertigkeiten des täglichen Lebens (wie z.B. Essen, Zubereitung von Mahlzeiten, Körperpflege), einfache schulische Inhalte und einfache handwerkliche Tätigkeiten (wie z.B. Holzbearbeitung, Verarbeitung einheimischer Materialien zur Herstellung von Tischdekoration, Glückwunschkarten) erlernen.

Yesse Mphuru hat die verantwortliche Leitung des Projektes vor Ort übernommen. Außerdem wird er in der Einrichtung als Lehrer tätig sein. Daneben werden in der Einrichtung 2 ausgebildete Lehrerinnen und eine Köchin tätig sein.

Als Gebäude soll von der Einrichtung das alte Kirchengebäude unserer Partnergemeinde Msitu wa Tembo genutzt werden. Zuvor sind aber noch verschiedene Renovierungs- und Umbauarbeiten vorzunehmen, auch um für die jungen Menschen eine behindertengerechte Umgebung zu schaffen.

Yesse Mphuru  wird in Tansania durch die Norddiözese der evangelisch-lutherischen Kirche von Tansania (ELCT), die Faraja Bruderschaft und die Partnergemeinde Msitu wa Tembo tatkräftig unterstützt.

Allerdings wäre eine Realisierung des Projektes ohne die Unterstützung der ev.-luth. Kirchengemeinde Hannover-Marienwerder und eine finanzielle Beteiligung des Landes Niedersachsen nicht möglich. Zwar übernimmt das Land einen großen Teil der Startkosten. Für die Finanzierung der darüber hinaus entstehenden Kosten und zur langfristigen Sicherung des Projektes wird dringend um Spenden gebeten.

Mit dem Projekt wird ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung und zur Inklusion für behinderte Kinder und Jugendliche in Tansania geleistet!

Bauarbeiten schreiten gut voran

Die Bauarbeiten am alten Kirchengebäude haben einen guten Fortschritt erreicht. Schüler der Secondary School Msitu wa Tembo helfen tatkräftig mit.

Detail Tür

Yesse Mphuru mit Renate Hungershöfer-Kuntze aus Marienwerder

Yesse  Jeremiah Mphuru stammt aus Msitu wa Tembo. Von dieser Gemeinde delegiert, hatte er bereits an den Workcamps 2015 in Tansania und 2016 in Leipzig teilgenommen. Das hatte ihn ermutigt, sich für den Freiwilligendienst im Rahmen der Partnerschaft in Leipzig-Stötteritz zu bewerben. Von April 2019 bis März 2020 hat er im Evangelischen Studienhaus Leipzig (Kirchegemeinde Leipzig-Stötteritz) gelebt und in der Wohnstätte "Heinz Wagner" des Diakonsichen Werkes Innere Mission mit Behinderten gearbeitet.

2021 - Die Delegation aus Stötteritz und Marienwerder zu Besuch in Faraja

Impression aus Msitu wa Tembo

Faraja Diaconic Centre

Faraja heißt Trost. Im Faraja Diaconic Centre werden seit 1996 junge engagierte Tansanier zu Diakonen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias fachlich und theologisch ausgebildet. Die Ausbildung ist im engen Zusammenwirken mit der Rummelsberger Brüderschaft entstanden.

Mit festem Glauben und viel Zuversicht arbeiten sie in den Gemeinden oder in Einrichtungen, wo sie Menschen in schweren Lebenssituationen beistehen und konkrete Hilfe leisten.

Im Zentrum selbst fördern seit 2001 die jungen Diakone über 80 körperlich behinderte Kinder in einer renommierten Schule mit Internat. Tagesstätten für geistig behinderte Kinder in den umliegenden Kirchengemeinden vervollständigen das Angebot.

Das Faraja Diaconic Centre betreibt ebenfalls einen Landwirtschaftsbetrieb zur Eigenversorgung und Erwirtschaftung von finanziellen Mitteln.
(Quelle: Rummelsberger Diakonie)

Film in deutscher Sprache über Faraja
Der Kurzfilm spiegelt das Leben und den Alltag im Faraja Diaconic Center wider und zeigt die Bedeutung des Zentrums für die anliegende Bevölkerung