825 Jahre Verkündigung in Marienwerder

Aussichtspunkte 2021

Haben Sie Lust, sich einzubringen, sich zu beteiligen an unserer Gemeinschaftsaktion -die Schreibwerkstatt „Aussichtspunkte 2021“?

Worum es geht:
Ich stelle mir vor, dass wir im Laufe dieses Jahres 2021, in dem wir „825 Jahre Verkündigung des Evangeliums in Marienwerder“ bedenken, zu den einzelnen Bildern und Symbolen der Klosterkirche kleine eigene Werke zusammenstellen, die wir uns dann gegenseitig und den Besuchern der „offenen Kirche“ zur Verfügung stellen.

Ich stelle es mir so vor, dass unterschiedliche kleine Andachten entstehen, die in das gemeinsame Layout kommen, wie es in dem Beispiel zu sehen ist. So entsteht nach und nach dann die Reihe Aussichtspunkte 2021, Anregungen für den Alltag mit Bildern aus der Klosterkirche Marienwerder.

Der Bezug der Texte, die gesammelt werden oder auch neu entstehen, kann zu dem biblischen Bild direkt oder auch indirekt sein. Ich lade mit diesem Brief also herzlich ein, sich an dieser Aktion zu beteiligen – mit einem kleinen Werk oder auch gern mit mehreren.

In der Klosterkirche haben wir viele „Bildworte“ im wahrsten Sinne des Wortes – diese Kirche ist ausgestaltet wie eine Bilderbibel. Jedes einzelne Bild dieser Bilderbibel öffnet uns ein Fenster zu einem Lebensthema von uns selbst. Eine ganze Fülle erwartet uns da. Die Bilder in der Kirche helfen uns, Zugang zu den Worten der Bibel auch in unserer Zeit zu finden. Sie sind uns eine Übersetzungshilfe.

Habe ich mich mit einem Bild aus der Klosterkirche näher auseinandergesetzt, dann geschieht in Zukunft folgendes: Ich sehe dieses eine Bild und schon bin ich hier verankert, habe ein zu Hause, bin einbezogen in das große Ganze.

Die Klosterkirche ist ein großer Schatz für viele Menschen und bietet vielen unter uns ein geistliches zu Hause. So entsteht eine persönliche Verbindung zu dieser besonderen Kirche, zu der viele Menschen sagen: Hier bin ich gern, es tut gut, hier zu sein. Es ist ein guter Ort, hier fühle ich mich Gott nahe.

Hier das Konzept zur Erstellung einer eigenen Andacht

– es kann natürlich auch abgewandelt werden:

Schritt 1: Suche dir ein Bild aus der Klosterkirche /Friedhof aus.

Welches Bild spricht dich besonders an?

Auf dem mitgelieferten Poster sind die meisten der vorhandenen Bilder abgebildet, aber auch eine Kirchenerkundung vor Ort am Sonntag (aktuell 9:30 Uhr bis 12 Uhr und 14-16 Uhr) lässt noch Weiteres entdecken.

Schritt 2: Finde heraus, welche Bedeutung dieses Bild(wort) hat, wofür es abgebildet ist. Schau dazu gerne in der mitgeschickten Liste nach, in einem Lexikon oder im Internet auf der Seite der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland).

Beispiel: Die Taube ist Symbol für den Heiligen Geist, die Kraft Gottes, die lebendig macht. Auch ist sie ein biblisches Symbol für Hoffnung und Frieden.

Schritt 3: Welcher Bezug zu einem Bibeltext tut sich auf?

Für einige Bilder gibt es mehrere Bibeltexte (die mitgeschickte Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

Beispiel die Taube: Sie fliegt aus der Arche um zu erkunden, ob das Leben auf der Erde wieder möglich ist. In der Hoffnung darauf wird sie von Noah losgeschickt. 1. Mose 8,8

Im Neuen Testament heißt es, dass der Geist Gottes wie in Gestalt einer Taube über Jesus gekommen ist, als Johannes der Täufer ihn taufte: Heiliger Geist. Mk 1,10

Schritt 4: Was rührt mich da an, was verbinde ich von dem Bibeltext mit meinen eigenen Gedanken und Erlebnissen?

Beispiel zur Taube: Ich drücke die Türklinke der Bronzetür (in Form einer Taube) und es öffnet sich mir eine Tür. Was für ein schönes Bildwort im doppelten Sinne! Hier in diesem Haus komme ich mit der Hoffnung in Berührung und tatsächlich – ich bekomme hier neue Gedanken im Gottesdienst und der Weg aus der inneren Sackgasse wird frei.  Oder .... die Taube ... der Heilige Geist, die Kraft Gottes, die Leben schafft:  Damals, als ich nicht mehr weiterwusste, da war noch eine Kraft bei mir, obwohl ich selbst keine mehr hatte. Diese Kraft hat mich gehalten und irgendwann – einige Wochen hat es gedauert – da war wieder Land in Sicht und das Leben konnte weitergehen. Es hat sogar etwas ganz Neues begonnen. Gott sei Dank.

5. Entscheide dich für einen Bibeltext und dann ...

  • Lies den ausgewählten Bibeltext in Ruhe durch
  • Worum geht es hier genau?
  • Welches Thema spricht dich darin an? Was macht diesen Text für dich interessant? Was berührt dich.
  • Gibt es eine Erfahrung zu diesem Thema, die du gemacht hast, dann mache dir Notizen dazu. Magst du Gedichte oder liest gerne Romane? Vielleicht fällt dir etwas ein, was du mal gelesen hast und hierzu passt. Schreibe es neu auf oder schreibe es ab. Gern auch ein Gebet oder ein Lied.
  • Vielleicht fotografierst du gern oder zeichnest dazu.

6. Bringe deine Notizen in Form

- Verwandele deine Notizen in einen Text  – er wird auch für andere interessant sein, denn sie erleben ähnliche Dinge wie du. Wir unterstützen einander, indem wir uns einander mitteilen.

- Wähle evntl. ein Foto oder eine eigene Zeichnung aus.

- Lass dein Werk dann 1-2 Tage liegen, lasse es reifen.

- Überarbeite deinen Text dann noch einmal.

7. Schicke dein kleines Werk an Judith.Augustin@marienwerder.de oder an

Ev.-luth. Kirchengemeinde Marienwerder, Pastorin Judith Augustin, Augustinerweg 21, 30419 Hannover, dann wird es in das gemeinsame Layout gebracht und in der offenen Kirche in gedruckter Form zur Verfügung gestellt.

Auch kann ein eigenes Werk auf Papier nach dem Gottesdienst um 9:30 Uhr oder während der offenen Kirche Sonntags 14-16 Uhr abgegeben werden.

8. Geh ab und zu mal spazieren und schaue Sonntagvormittag oder -nachmittag in der Klosterkirche vorbei und lies hier auch, was die anderen geschrieben haben.

Vielleicht haben Sie / hast du jetzt Lust bekommen, sich an dieser Aktion zu beteiligen?

Da könnten schöne Werke zusammenkommen, wenn viele mitmachen.

Ich würde mich sehr freuen.

Gott behüte dich und stärke dich!

Herzliche Grüße Judith Augustin

Ev.-luth. Kirchengemeinde Marienwerder, Pastorin Judith Augustin / Augustinerweg 21 / 30419 Hannover/ Tel.: 0511-47358702 Judith.Augustin@marienwerder.de