Kirchenvorstandswahl 2024

Nachricht 10. März 2024

Kirchenvorstandswahl 2024

Am 10. März 2024 wählen die Kirchengemeinden unserer Landeskirche ihre Leitungsgremien. Genauer gesagt: den Kirchenvorstand.

„Wie sieht kirchliches Leben bei uns vor Ort in Zukunft aus?“ Diese Frage wird die künftige Kichenvortsände begleiten. So manche Entscheidung wird dann getroffen werden müssen. Alle Mitglieder sind eingeladen, an den Wahlen mitzuwirken und so Kirche mitzugestalten

Was macht ein Kirchenvorstand?

  • Er berät über den Weg der Gemeinde inden nächsten Jahren und entscheidet über die Schwerpunkte des Gemeindelebens,
  • Er wirkt an der Gestaltung des Gottesdienstes mit und verantwortet weitere Gemeindeaktivitäten, berät die Konzeption von Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit, Angebote für Senior*innen,Kirchenmusik und Bildung,
  • Er kümmert sich um diakonische Arbeitsbereiche,
  • Er verantwortet die Finanzen, verwaltet die kirchlichen Gebäude und Grundstücke und entscheidet über deren Nutzung,
  • Er wirkt bei der Besetzung von Pfarrstellen mit und trägt die Personalverantwortung für Arbeitsplätze in der Kirchengemeinde,
  • Er fördert die kulturellen, sozialen und ökumenischen Beziehungen der Kirchengemeinde vor Ort,
  • Er vertritt die Kirchengemeinde in der Öffentlichkeit.

Aus wieviel Personen besteht ein Kirchenvorstand ?

Die Mindestgröße liegt bei drei Personen. Eine Höchstzahl gibt es nicht. Weitere Mitglieder können nach der Wahl berufen werden.

Wer darf wählen?

Das Wahlrecht haben alle Kirchenmitglieder, die am Wahltag, den 10. März 2024, das 14. Lebensjahr vollendet haben, der Kirchengemeinde mindestens drei Monate angehören und in das Wählerverzeichnis eingetragen sind. Die Drei-Monats-Frist ist bedingt durch den erforderlichen Vorlauf für den Versand der Briefwahl- und Onlinewahl-Unterlagen.

Wie wird gewählt?

Jedes wahlberechtigte Gemeindemitglied erhält mehrere Wochen vor dem Wahltermin automatisch Briefwahlunterlagen, außerdem Zugangsdaten für eine Onlinewahl. Am Wahltag gibt es außerdem in den Gemeinden ein Wahllokal für die Urnenwahl.
Jede*r Wahlberechtigte kann entscheiden, welches Wahlverfahren sie oder er nutzt. Die Briefwahl ist bis zum Wahltag, 10. März, möglich. Die Onlinewahl endet dagegen einige Tage vorher. Wer zum Beispiel online wählt, wird für eine Stimmabgabe per Brief oder im Wahllokal gesperrt.
Jede*r Wähler*in kann so viele Stimmen vergeben, wie Kirchenvorsteher*innen in der Kirchengemeinde oder gegebenenfalls in dem Wahlbezirk zu wählen sind. Dabei können bis zu drei Stimmen auf einen Wahlvorschlag vereint werden (Kumulation).

Brief oder online? oder Urne?

Gewählt werden kann per Brief oder online. Die Unterlagen hierfür werden an alle Wahlberechtigten zentral von der Landeskirche Hannovers versandt. Die Onlinewahl findet von Anfang Februar bis zum 3. März statt. Bei Briefwahl muss der Briefwahlumschlag spätestens am 10. März in der Gemeinde vorliegen. Eine zusätzliche Urnenwahl werden wir am Wahltag anbieten.

Kandidierende für Marienwerder

Anne Jordan,
Tierärztin

Ich lebe mit meinem Mann Matthias und zwei Töchtern seit 9 Jahren im Stadtteil Marienwerder und bin seit 5 ½ Jahren im Kirchenvorstand der Gemeinde Marienwerder. In dieser Periode haben die anderen KV-Mitglieder und ich einiges an Veränderung erlebt, das in guter Zusammenarbeit getragen und weiterentwickelt werden kann. Als KV-Mitglied bin ich Ansprechpartnerin für den Friedhof Marienwerder und engagiere mich bei Familienangeboten der Gemeinde. Die Mitarbeit in Friedhofsangelegenheiten und auch in anderen Bereichen der Gemeindearbeit liegt mir sehr am Herzen. Gerne möchte ich die Arbeit im Kirchenvorstand weiterführen und mich auch weiter im Prozess der Fusion mit der Kirchengemeinde Havelse einbringen.

Dr. Ingrid Rieken,
verwitwet, eine Tochter

Ich wohne in Seelze und seit 2020 bin ich Gemeindemitglied in Marienwerder. Beruflich habe ich in der Frauen- und Geschlechterforschung und als Frauenbeauftragte gearbeitet. Begonnen hat meine Mitarbeit im Kuratorium der Stiftung und 2021 wurde ich in den Kirchenvorstand berufen. Die Koordination von Stiftungsangelegenheiten und der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen sowie – mit Unterstützung – die Musik für Spaziergänger sind Aufgaben, die ich gerne übernommen habe. Und die Zusammenarbeit mit dem Kloster ist ein großer Gewinn, um die ich mich weiterhin gerne bemühen will. Das große ehrenamtliche Engagement der Gemeindemitglieder ist aber das eigentliche „Kapital“. Nur mit Ihrer Mithilfe können wir die vielfältigen Aktivitäten aufrechterhalten, denn Gemeindearbeit ist Teamarbeit. 

Doch wir werden weniger. Ein Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Havelse ist eine gute Lösung – wir müssen mutig aufeinander zugehen. Diesen Prozess zu gestalten und eine neue Gemeinschaft zu stärken ist eine große Aufgabe für uns alle. Ich freue mich daran mitzuarbeiten!

Andreas Bergen,
63 J. Rentner

Als ehemaliger Leiter der Stadtkirchenkanzlei und langjähriges Mitglied im Kuratorium der Stiftung Marienwerder möchte ich meine Erfahrung gerne in die Arbeit des Kirchenvorstandes einbringen. Ich unterstütze dabei die Zusammenlegung der beiden Kirchengemeinden Marienwerder und Havelse. Meine Schwerpunkte liegen bei der Stiftungsarbeit, dem Friedhof und dem Stadtkirchentag.
In Zeiten einer sich wandelnden Bestattungskultur gilt es, den Friedhof zeitgemäß weiter zu entwickeln und als Symbol unserer lebendigen Hoffnung auf die Wiederauferstehung zu erhalten. Der Stadtkirchentag ist die Synode des Kirchenkreises, seine politische Rolle zu stärken ist eine Zukunftsaufgabe.

Christoph Breig
58 J. freisch. Grafik-Designer

Ich bin 2020 als Nachrücker in den Kirchenvorstand gekommen.
Nach vielen überraschenden personellen Veränderungen in den letzten drei Jahren ist in Marienwerder viel Gutes und Neues entstanden oder wiederbelebt worden. Das möchte ich gerne in einer zweiten Amtszeit fortführen und ausbauen. Als Vorsitzender des Kirchenvorstandes bin ich u.a. bisher für die Öffentlichkeitsarbeit und die Finanzen verantwortlich. Eine spannende Herausforderung für die nächste Wahlperiode ist auch die Fusion zwischen Marienwerder und Havelse, welche ich tatkräftig mitgestalten möchte. Ein besonderes Anliegen ist mir die Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen im Stadtteil Marienwerder und Havelse. Das gemeinsame Ukraineprojekt "Helfende Hände" ist ein gutes Beispiel dafür, wie man eine stärkere Zusammengehörigkeit schaffen und Vorurteile gegenüber der Kirche abbauen kann. Eine starke Gemeinschaft ist in der heutigen Zeit von großer Bedeutung.