Partnerschaftsbesuch Tansania 2026 - Teil 2

Nachricht 08. August 2026

Besuch in den Partnergemeinden vom 07. bis 23. Juli 2026 - Teil 2 - 13.07. bis 17.07.2026

Am 19.07.2026 fand in TPC in Tansania der Festgottesdienst zum 55jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen den Gemeinden in Arushachini/Chemchem - Leipzig-Stötteritz und Marienwerder-Havelse statt.

Bilder ohne Quellenangabe: alle Bilder auf dieser Seite von: Uwe Großmann, Emanuel Lemarwa und Matthias Jordan

Bild: Emanuel Lemarwa

13. Juli 2026: Gemeindebesuch in Magadini - Filialgemeinde Majengo

Magadini war (Newland (ohne Filialgemeinden) einmal ausgenommen, die einzige Gemeinde, in der wir alle Teile besuchten. Magadini ist die südlichste Gemeinde im Partnerschaftsgebiet und liegt am Stausee "Nyumby ya Mungu"

Begrüßung in der Kirche

Begrüßung in der Kirche

Übergabe des Kalenders

der Chor der Frauen

beim Cai

Unterkunft und Büro für den Pastor

13. Juli 2026: Gemeindebesuch in Magadini

Magadini - das Zentrum der Gemeinde mit der "noch" kleinsten und ältesten Kirche, Begrüßung in der Kirche

auf der Baustelle der neuen Kirche - bald soll das Dach kommen

die neue Kirche

in der benachbarten Grundschule

13. Juli 2026: Gemeindebesuch in Magadini - Filialgemeinde Ngorika C

Ngorika C - der südlichste Ort des Gemeindegebietes
Begrüßung vor der Kirche

Begrüßung in der Kirche

Chor mit Pastor Palanyo

Übergabe von Geschenken

Die Delegation stellt sich vor.

Die Kirche Ngorika C

Am Ufer des Stausees "Nyumby ya Mungu"

Bootsfahrt auf dem See - es herrscht doch etwas Wellengang. Krokodie gibt es aber nur in der Nähe der Staumauer - so sagt man.

"Der Jahrhundertsprung"

Die Fischer fahren zurück

Auf dem Weg zurück zurück zur Kirche

13. Juli 2026: Gemeindebesuch in Magadini - Filialgemeinde Korongo

Begrüßung in der Kirche

Kinder über Kinder

Vorstellung der Gäste

die Kirche in der Abenddämmerung

Abschied

14.07.2026 - Moshi und Kidia

Am 14. Juli ging unsere Fahrt nach Moshi. Erste Station war der Besuch beim Superintendenten Javason Mrema.

Javason Mrema leitet einen der 5 Districte der Northern Diocese - den Kilimanjaro Central District. (Jimbo la Kilimanjaro Kati).

Der District umfasst 41 Gemeinden, darunter auch unsere 8 Partnergemeinden. Die Gemeinden haben ca. 53.000 Mitglieder. 

In dem riesigen Jugendzentrum wirkten wir etwas verloren. Aber in dem Neubau fehlt noch die Möblierung und Innenausstattung.

David Shilatu, Vorsitzender des Exekutivkomitees übergibt ein Jubiläums-Partnerschaftshemd an Superintendent Javarson Mrema.

Das neue District-Jugendzentrum von außen

Anschließend ging es weiter in die Hauptverwaltung der Norddiozöse. 

Wir wurden begrüßt vom Generalsekretär der Northern Diocese Zebadiah S. Moshi

Anschließend ging es weiter zum gemeinsamen Essen ins Uhuro-Hotel, in das Green Bamboo Restaurant, eine Hotel und Konferenzzentrum der Lutherischen Kirche.

Am Nachmittag dann die Fahrt nach Kidia (Old-Moshi). Hier wirkte der berühmte Missionar der Leipziger Mission Brun Gutmann (1876 - 1966). Neben seinen Aufgaben als Missionar erforschte und archivierte Bruno Gutmann die mündliche Überlieferung der Chagga. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland veröffentlichte er grundlegende wissenschaftliche Werke über die Chagga-Kultur.

im Vordergrund die alte Kirche von Kidia (erbaut ab 1893), im Hintergrund der verglleichsweise riesige Neubau

die neue Kirche von innen

das Gebäude der ehemaligen Schwesternstation, aktuell von Wissenschaftlern aus Deutschland genutzt. Dr. Andreas Hemp kam gerade von einem Forschungseinsatz aus den Usambara-Bergen urück und nahm sich Zeit über seine Arbeit zu berichten. Er leitet eine Forschungsgruppe der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und lebt seit 37 Jahren überwiegend am Kilimanjaro. "Am Kilmanjaro ist nicht der Klimawandel der ärgste Biodiversitätszerstörer - wir sind es: unsere Landwirtschaft, unsere Häuser, unsere Straßen, unsere Umnutzung von Land."

"Wir erforschen wie Menschen und Natur am ostafrikanischen Kilimandscharo – einer Region, die dem Landnutzungs-, Klima- und Governance-Wandel unterliegt – interagieren und sich gegenseitig beeinflussen. Unsere Ergebnisse sollen wissenschaftliche Grundlagen für politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse liefern, die zu den Weg zu einer nachhaltigeren Beziehung zwischen Menschen und Natur am Kilimandscharo ebnen."
Quelle und weitere Informationen: kili-ses.de

Hier erhielten wir eine unerwartete Führung sowie Informationsmaterial.

Bruno Gutmann

Erläuterungen vom Pastor der Gemeinde Kidia

15.07.2026 - Besuch der Moshi Co-operative University (MoCU)

Am 15. Juli stand der Besuch der Moshi Co-operative University (MoCU) an. Gemeinsam mit Studierenden der Universität, Pastoren und weitere Personen aus den Partnergemeinden hörten wir zwei Vorträge zum Thema Künstliche Intellegenz, insbesondere zu den Herausforderungen im schulischen und universitären Lernen. Im Anschluss fand eine Diskussion statt.

Informationen über die MocU: https://www.mocu.ac.tz/

Gang über den Campus

Verabschiedung

15.07.2026 - Sonnenuntergang im Namalok Naturreservat

Nach anstrengenden Programmpunkten der letzten Tage wartete am Abend noch ein besonderes Highlight. Unmittelbar südlich des TPC-Clubs liegt das Namalok Naturreservat. Hier gibt es zwar keine Elefanten, aber immerhin Zebras, Affen und Antilopen. Nach kurzer Fahrt Ankunft auf einer großen Freifläche. In gemütlicher Runde am Feuer genossen wir den Sonnenuntergang in heiterer Runde und angenehmer Stille.

Das Namalok-Naturreservat (Namalok Nature Reserve) ist ein 2010 eingezäuntes, rund 4.600 Hektar großes privates Schutzgebiet.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.tpc-club.co.tz/nature-reserve/

Pastor Urasa und Christoph Grunow

endlich - der Kibo zeigt sich

16. Juli 2026 - Usa River und Arusha

Am 16. Juli ging es nun für 2 Nächte nach Usa River in die Nähe von Arusha. Die Autofahrt auf der dicht befahrenen Straße von Moshi nach Arusha dauerte ca. 2,5 Stunden.

Das Usa River Rehabilitation and Training Center (URRC) ist eine Einrichtung der Meru Diözese der Evangelisch - Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT). Die Website des URRC bietet ausführliche Informationen in deutscher Sprache, sodass an dieser Stelle auf weitere Ausführungen verzichtet wird. Es lohnt sich auf jeden Fall ein Blick, auch im Zusammenhang mit der Arbeit des Diakoniezentrums Msitu wa Tembo. Einige Probleme werden damit verständlicher.

Auf dem wunderschönen Gelände übernachteten wir im Gästehaus, das zum Zentrum gehört.

Erholung vor dem Gästehaus

der Speisesal des Gästehauses

nach Bezug der Zimmer gab es ein leckeres Mittagessen

Dann hatten wir bei einem ausgiebigen Rundgang die Gelegenheit, die verschiedenen Arbeitszweige des Zentrums kennenzulernen. Emanuel Lemarwa ist hier beschäftigt und ist uns somit ein sachkundiger Führer.

Einkauf im "Tanz-Hand's-Shop". Das Projekt erwirtschaftet einen weiteren Teil des täglichen Finanzbedarfs des Zentrums und ermöglicht so, dass auch weiterhin behinderte Schüler aufgeniommen werden können, deren Familien nichts zum Schulgeld beitragen können. Die Artikel werden in Handarbeit erstellt wurden und stammen aus dem Zentrum oder anderen Behindertenzentren in der Umgebung.
Den Shop leitet Emanuels Ehefrau Neema.

Am Nachmittag fahren wir dann nach Arusha und besuchen die African Arts Gallery.

Die Kunst-Galerie ist beeindruckend aber eher etwas zum Schauen, sind doch die Preise in deutlich gehobener Kategorie. Leider war die Zeit zu kurz, so war wirklich nur ein zügiger Durchgang möglich.

Die Galerie im Inneren ist beeindruckend

Anschließend geht es ins benachbarte Einkaufszentrum auf einen Kaffee.

Es ist schon ziemlich spät, durch die Rushour von Arusha geht es zurück nach Usa River.

Hier sind wir noch bei Familie Lemarwa zum Abendessen eingeladen. Eigentlich schon Nachtessen.

Neema und Emanuel Lemarwa 

Nach einem langen Tag laufen wir durch das nächtliche Usa River zurück in unser Quartier.

17. Juli 2026 - Besuch des Ngorongo Kraters

6:30 Uhr ging es los auf die Fahrt zum Ngorongo Kraqter mit zwei Toyota-Landcruiser und unseren beiden Fahrern. Emanuel Lemarwa begleitete uns auf der Tour. Drei Stunden dauert die Fahrt bis zum Eingangstor.

Ngorongoro ist ein Einbruchkrater in Tansania am Rande der Serengeti. Er entstand, als an dieser Stelle ein Vulkanberg in sich zusammenbrach. Der Kraterboden liegt auf etwa 1700 m, und die Seitenwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch, so dass die Kraterkante auf etwa 2300 m liegt. Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer. Insgesamt hat der Krater eine Fläche von 26.400 Hektar.

Seit 1951 ist der Krater Teil des Nationalparks Serengeti. 1959 wurde außerhalb des Kraters ein besonderes Schutzgebiet (Ngorongoro Conservation Area) eingerichtet, in dem den Massai Ansiedlung und Weidewirtschaft erlaubt ist. 1975 wurde Landwirtschaft im Krater endgültig verboten. 1979 wurde er auf die UNESCO-Liste des Weltnaturerbe aufgenommen und 1981 als Biosphärenreservat ausgezeichnet. Zusätzlich wurde der Krater 2010 zum Weltkulturerbe erhoben.
(Quelle: Wikipedia)

am Rastplatz

Impressionen auf der Rückfahrt