Stiftungstag 2025

Veranstaltung Klosterkirche Marienwerder und Kloster Marienwerder, 26. Oktober 2025

Rückblick auf den 22. Stiftungstag der Stiftung Marienwerder

Mehr als 100 Besucher waren der Einladung des Stiftungsvorstandes zum 22. Stiftungstag in der Klosterkirche Marienwerder gefolgt. Der Vorsitzende des Kuratoriums Uwe Großmann begrüßte die Gäste.

Im Laufe der vergangenen Jahre gab es ein breites Spektrum an Gästen und Künstlern. Es gab Vorträge, aber Schwerpunkt war immer ein Konzert. Die Spanne reichte vom Gospelchor, über Jazz, Chöre unterschiedlicher Stilrichtungen, Orgel, Akkordeon, Harfe, Handglockenchor, Brass und Pop bis hin zu Bigband-Sound, bei dem es in der Kirche schon richtig laut wurde.

Und doch gibt es auch weiterhin Neues zu entdecken. Und so war es erfreulich, dass in der über 800 Jahre alten Klosterkirche die Göttinger Choralschola „Cantando praedicare“ begrüßt werden konnte. Nach der Begrüßung war das sorgfältig ausgewählte Programm zu hören. Mit Hilfe des liebevoll vorbereiteten Programmzettels konnten die Zuhörerinnen dem Inhalt gespannt folgen. Ergänzt wurden die Gesänge von Orgelstücken mit Christoph Slaby, er hatte passend besonders alte Kompositionen herausgesucht.

Am Ende gab es viel Dank vom Publikum und ein kleines Geschenk von der Stiftung für die Sängerinnen und Sänger.

Im Anschluss waren alle Gäste in die Eingangshalle des Klosters zu einem Empfang eingeladen, um den Abend bei angeregten Gesprächen und Begegnungen sowie Imbiß und Getränken fortzusetzen.

Besonderen Dank an alle Helferinnen und Helfer, insbesondere für die Gastfreundschaft des Klosters und der tatkräftigen Unterstützung von Frau Äbtissin Kempe.

Rund um die Veranstaltung wurden Filmaufnahmen gemacht, die Stiftung plant die Produktion eines kleinen Imagefilms. 

Foto: Uwe Großmann

22. Stiftungstag der Stiftung Marienwerder - Gregorianik in historischen Mauern

Am 26. Oktober 2025 findet der 22. Stiftungstag der Stiftung Marienwerder-Havelse in der Klosterkirche statt. Auch in diesem Jahr können Sie sich auf ein ganz besonderes Programm freuen mit der Göttinger Choralschola cantando praedicare. Wo könnten gregorianische Choräle besser zum Klingen kommen als in der über 800 Jahre alten Klosterkirche mit Ihrer besonderen Akustik.

Mit der Zusammenlegung der Kirchengemeinden Marienwerder und Havelse am 1. Januar 2025 wurde aus der Stiftung Marienwerder die Stiftung Marienwerder-Havelse. Auch die Stiftung Marienwerder-Havelse feiert traditionell am letzten Sonntag im Oktober Geburtstag - inzwischen das 24-jährige Jubiläum. Die Stiftung blickt auf eine Erfolgsgeschichte zurück. Das Stiftungsvermögen beträgt inzwischen mehr als 1,25 Mio. Euro.

Das Jubiläum wollen wir mit unseren Stifterinnen und Stiftern sowie allen Besucherinnen und Besuchern festlich begehen. Beginn ist um 17:00 Uhr in der Klosterkirche.

Anschließend sind alle Gäste zum Empfang in die Eingangshalle des Klosters Marienwerder eingeladen. Ein kleiner Imbiss und Getränke erwarten Sie.

Zum Stiftungstag gab es in den letzten Jahren ein breites Spektrum an musikalischen Darbietungen und Vorträgen.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zur Deckung der Unkosten und zugunsten der Stiftung Marienwerder wird gebeten.

Foto: Göttinger Choralschola

Der Gregorianische Choral ist der einstimmige, unbegleitete, liturgische, d.h. gottesdienstliche Gesang der christlichen Kirche des Abendlandes in der lateinischen Originalsprache. Im engeren Sinne versteht man unter dem Begriff die Gesänge, die in den Quellen des 10. bis 12. Jh. überliefert wurden.
Der Gregorianische Choral ist zugleich die älteste schriftlich überlieferte und noch heute praktizierte Musik West- und Mitteleuropas. Die Entstehung des Kernbestandes der Melodien fällt in die Zeit zwischen 750 und 850. Der Name, der erst nach 800 gebräuchlich wurde, bezieht sich auf Papst Gregor den Großen (gest. 604).

Die Göttinger Choralschola cantando praedicare ist 1995 als Neugründung aus der Schola St. Paulus in Göttingen hervorgegangen. Sie singt derzeit regelmäßig, nach Möglichkeit einmal im Monat, in den katholischen Gemeinden Göttingens. Sie singt aber auch im evangelischen Gottesdienst. Darüber hinaus bemüht sich die Schola, die Schönheit des Gregorianischen Chorals im geistlichen Konzert zu vermitteln.

Zur musikalischen Auswahl

Die gregorianischen Gesänge, die an diesem musikalischen Nachmittag in der Klosterkirche Marienwerder erklingen werden, wurden dem sogenannten Messproprium der Sonn- und Feiertage entnommen. Für jede heilige Messe sind fünf Gesänge vorgesehen: der Introitus (zum Einzug), das Graduale (nach der Schriftlesung), das Alleluja (vor dem Evangelium), das Offertorium (zur Gabenbereitung) und die Communio (zur Kommunion). In der Fastenzeit wird das Alleluja durch einen Tractus, die feierlichste Form des Psalmgesangs, ersetzt.

Für jeden Sonntag des Kirchenjahres sind eigene Gesänge vorgesehen, die dem Charakter der Messfeier eine Form geben und die Bedeutung der Evangelienlesung unterstreichen. Die Texte des Messpropriums sind fast ausnahmslos der heiligen Schrift entnommen. Cantando praedicare ist somit im Wortsinn zu verstehen: singend das Wort des Herrn verkündigen.

Ausführende

Christoph Slaby, Orgel
Göttinger Choralschola cantando praedicare:
Malte Bartels, Mechthild Rodeck-Kleinert, Leitung.
Martina Schmitt, Michael Osthoff, Johannes Reckel, Nicolas Bouton, Edward Krupa

Foto: Christoph Slaby

Programm:

Choralschola 1. Block
Introitus: Terribilis est locus iste
Gaduale: Locus iste a Deo factus est
Offertorium: Sanctificavit Moyses

Orgelstück:
Johann Walter 1496-1570, Deus, qui sedes super thronum

Choralschola 2. Block
Introitus: Suscepimus, Deus, misericordiam tuam
Graduale: Esto mihi in Deum protectorem
Offertorium: Populum humilem salvum facies
Communio: Gustate et videte

Orgelstück
Heinrich Scheidemann (1596- 1663) Vater unser im Himmelreich I, III

Choralschola 3. Block
Offertorium: Ave Maria gratia plena
Communio: Ecce Virgo concipiet
Vespergesang aus dem Stundenbuch: Salve Regina, mater misericordiae